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05/12/10
Wir sehen uns beim Einkaufen!
Ihr habt noch kein Autogramm? Ihr habt schon eins und wollt ein Zweit-Autogramm? Ihr hättet gerne mal eine größere Autogrammkarte? Ihr wollt uns etwas fragen? Alles kein Problem! Am Samstag, 18. Dezember, werden wir vor unserer Show im Pumpwerk in Wilhelmshaven ein kleines abhalten. Ihr könnt uns zwischen 13 und 14.30 Uhr im ProMarkt in der Nordseepassage treffen. Wir freuen uns auf euch!

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28/11/10
Ey, Ute, äh Ulft!

Am Vortag waren wir noch in Assen, jetzt eierten wir schon ins beschauliche Ulft rein. Wir sollten zum allerersten Mal in der Dru Fabriek spielen. Und es war ausverkauft.

Geil!

Das nächste
Geil!
kam, als wir die Location betraten. Da hat sich mal jemand Gedanken gemacht und die Arbeitsabläufe bei Konzerten architektonisch berücksichtigt. Hammer. Wir konnten unseren Schrott ohne Probleme direkt auf und hinter die Bühne schieben und auch sonst ist die Bude ein Traum. Tolle Bühne, toller Backstage-Bereich, tolle Garderobe, tolles Essen, tolle Bedienung, ...

Bevor wir uns von den begeisterten Massen huldigen ließen, haben wir uns noch dringenden Problemen gewidmet. Horsti konnte seine wahre Berufung nicht verbergen und leitete eine aufschlussreiche Gesprächsrunde, in der einige von uns Unerhörtes aus den tiefsten Tiefen ihrer schmutzigen Seele puhlten. Erschreckendes hatte ein sichtlich erschütterter Basti zu berichten: „Mein Heimatland gibt es nicht mehr.“ Tja, shit happens.

Na dann mal los.

Das Bukkaki-System ließ die Fahne frei und... „Wer wartet mit Besonnenheit“ leuchtete der Kapellmeister vor sich hin, „Links“, „Waidmannsheil“, dann ein bisschen was Spezielles mit „Adios“, „Morgenstern“ und speziell für Mees „Halleluja“. Mees ist übrigens Lampies Sprössling, der sich von dem Tag mit uns sicherlich nie wieder erholen wird. Ganz zu schweigen von den miesen Witzen und den Massenvernichtungsfürzen, für die uns George W. einst seine Leute auf den Hals geschickt hat. Säule hat sie alle in die Luft gesprengt. Harhar. Als es an die Zugaben ging, standen wir bereits allesamt knietief im eigenen Schweiß. Das Zeichen zu gehen.

Danke Lampie, Casjan, Ruud, Basti, Ben und Murat, äh Säule, der bei Burger King freundlichst darauf hingewiesen wurde, dass der von ihm bestellte Burger Schweinfleisch enthielt. Wenn die Dame mal in seinen Pass gesehen hätte...

Danke Ulft, für eine großartige erste Show in eurer tierischen Location! Es war ein Fest und wir würden gern mal wieder bei euch reinschauen.

Bis bald!

FEUERENGEL

c) Farp

Das letzte Wort hat heute Casjan, der nach einem kapitalen Rülpser feststellte: „Mein Deutsch wird immer besser.“

Das allerletzte Wort hat Murat, der, nachdem ich ihn darauf hinwies, dass der Apfel, den er aß, total gesund sei, bemerkte: „Ich stell mir einfach vor, dass er nach Fett schmeckt.“

Mahlzeit.

Fotos von Stan Bouman und uns gibt’s hier. Danke, Stan! Great work!

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28/11/10
Nette kleine Schlampe Biene Maja

Und weiter geht’s auf unserer never ending Holland-Tour. Heute mal nach Assen. Wat? Assen? Nie gehört. Ach, wir müssen erst am späten Nachmittag losfahren? Toll! Assen, super! Der Kapellmeister hat ja bekanntlich für sein Badezimmer einen eigenen Limousinen-Service, der ihn mehrmals täglich vom Lokus zum Waschbecken fährt. Mit ähnlichen Ausmaßen hatten wir es in der TT Hall zu tun, wo das „Legends of Rock“-Festival stieg. Wir mussten mit dem Bus zwischen Bühne und Garderobe pendeln, da Laufen einfach zu lange gedauert und außerdem zu konditionellen Turbulenzen geführt hätte.

Außer bei Horst natürlich.

Und beim Pinkeln steht man dann mal ganz gemütlich mit James Hetfield und Axl Rose zusammen. Oder man trifft beim überaus traditionellen holländischen Catering auf Angus Young und Steve Harris.
Verrückt.
Nur VIPs.
Und wir.
Als Headliner.

An dieser Stelle geht ein fettes „Digger Respeggt Alda!“ an unsere Crew, die in viel zu wenig Zeit eine komplette FEUERENGEL-Show zusammengeschraubt hat. Wir kriechen im Staub vor Säule, Basti (Name von der Redaktion needochnicht), Casjan, Lampie und Ben. Ein spezieller Dank geht an Ruud, der maßgeblich an der Organisation unserer Holland-Tour 2010 beteiligt war.

Während AC/DC ihre paar Hits, die sie hatten, von AC/DC UK spielen ließen, klöppelten wir auf derselben Bühne, aber hinter dem Vorhang, schon mal unseren Krempel zusammen. Dabei durften wir wieder einmal feststellen, dass es in Holland einfach keine einen Meter hohen Podeste gibt. Gibt es dort nicht. Nirgends. Weiß der Teufel warum. So kam Holger in den Genuss eines obskuren Provisoriums, dem wir keine besonders lange Halbwertzeit beimaßen. Hinter unserer dezenten Landesfahne warteten wir schließlich darauf, dass die Iron Maiden-Tribute-Kollegen Somewhere on Stage auf der Bühne gegenüber mal langsam fertig wurden, um endlich loslegen zu können.

Jo, ab geht’s.
Und ab ging’s.

Assen, wir hatten Spaß!

Nicht zuletzt, als beim „IchfuchtelmalwildmitdenbrennendenSticksrum“-Solo von X-oph bei „Engel“ Bastis Walkie-Talkie ein wenig sehr nah an des Kapellmeisters Mikro war.
Hihi.
So, jetzt aber los. Gibt’s noch was Frittiertes?
Nein.
Wenigstens nen Nachschiss?
Nein.
Ab ins Parkschiss?
Bloß nicht!

Assen, schön war’s bei euch! Wir kommen gern wieder. Und dann bringen wir unsere eigenen Podeste mit. Bei uns gibt’s die nämlich in mehren Größen. Echt wahr...

So, ab ins Bett. Oder in meinem Fall ab unters Waschbecken.
Danke Säule, du §$%&#F...:-(
Wenn das noch mal vorkommt, lass ich mich scheiden.

Best wishes!

FEUERENGEL

c) Farp

Das letzte Wort hat dieses Mal Ruud: „Hey, habt ihr gesehen? Ganz viele Rammstein-Shirts in der Halle. Schade, dass die heute nicht spielen.“

Hier gibt's bunte Bilder.

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19/11/10
Wir trauern
Unser ehemaliges Bandmitglied Matthias „Mattn“ Arp ist gestorben. Matthias hat von 1999 bis 2005 bei FEUERENGEL Gitarre gespielt. Und dabei war es nicht nur sein außerordentliches musikalisches Talent, von dem die Band profitierte; wir werden uns darüber hinaus immer an seinen Witz und seine Lebensfreude erinnern, die das Klima in dieser Band deutlich geprägt haben. Wir sind dankbar für die vielen lustigen Stunden abseits der Bühne, die wir mit ihm zusammen verbringen durften und unendlich traurig, dass wieder einer der Guten viel zu früh gehen musste. Unsere Gedanken sind bei Matthias’ Familie.

Mattn, wir werden dich nicht vergessen.

FEUERENGEL

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18/11/10
Und noch ein Bericht...
...über unsere Show in der Matrix Und zwar genau hier. Vielen Dank an DuesterArt!

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18/11/10
Alles andere ist für’n Arsch.

Am Abend vor unserer 569. Bochum-Show waren wir in Holland. Da war’s schon ziemlich geil. Aber Bochum hat das Ganze noch getoppt. Wirklich. Dass wir nach der letzten und der allerletzten noch eine allerallerletzte Zugabe spielen, kommt selten vor. Dass wir unsere Klamotten backstage auswringen können, auch. Und laut wart ihr! Meine Fresse.

Und die Currywurst an der Bude vor der Matrix war auch ein Hammer. Die haben Holgi und ich uns vor der Show reingekloppt. Also die Currywurst jetzt. Beim Soundcheck quasi. Als die Crew gearbeitet hat. Es gibt übrigens Überlegungen, dass Hauke kein Mensch, sondern eine Maschine ist.

Ein H.A.U.K.E.

Das steht für „Hat Alles Unter Kontrolle, Ey!“
Großes Kino, Sportsfreund. Wir singen dir beim nächsten Mal ein Lied.
Vielleicht „So ein Tag so wunderschön wie Hauke.“

Der andere Klopsi (Name von der Redaktion geändert) war nicht minder großartig, aber bei ihm haben wir uns schon genug bedankt. Fritz (Name von der Redaktion nochmal geändert) hat eine geile Lösung für die Fahne gefunden, durfte sogar „Feuer Frei“ gestalten, hat noch schnell Mikros und Gitarren repariert und eine Großraumdisko leer getanzt. Walther (heißt nicht wirklich so), wir danken dir. Und natürlich unseren holländischen Crew-Homos Lampie, Ruud und Casjan, die uns wieder einmal hinterher gelaufen sind. Es war wieder ein Fest mit euch.

Hallololo-Lolo war übrigens nach langer Zeit auch mal wieder anwesend. Und der einzige Effekt, den wir laut Boris nicht beim Ordnungsamt anmelden mussten: die einzigartige Jen Majura. Jen, die sonst bei den fabulösen Black Thunder Ladies Saiten quält, hat bei uns wieder mal den „Engel“ gemacht. Danke dir! Und noch ein Extra-Danke dafür, dass du den Merch-Stand betreut hast.

Gespielt haben wir übrigens auch. Los ging’s mit „Rammlied“. Dann kam „Links“. Und dann hätte das Konzert eigentlich auch schon wieder vorbei sein dürfen, denn wir waren bereits klitschnass geschwitzt. Meine Güte, was für eine Affenhitze!! Wenn man sich ganz vorne an den Bühnenrand gestellt hat, konnte man die Fotografen volltropfen. Hihi. Und weiter. HitanHitanHitanHit, zwischendurch mal fast vergessenes Liedgut wie „Bestrafe Mich“ und „Heirate Mich“, also „Heirate und Bestrafe Mich“.

Egal.

Und als wir dann kurz davor waren, der Länge nach hinzuschlagen, nämlich nach unserer vierten Zugabe, wolltet ihr immer noch nicht nach Hause gehen und sanget stattdessen „Oh wie ist das schön, oh wie ist das schön…“

Kurze Beratung, ok, einen noch.

„Du Riechst So Gut“ noch hinterher. Für alle, die sich gefragt haben, warum Boris den Song nicht zu Ende gesungen hat: Irgendwann vor einiger Zeit hat der Scheff angefangen, mit Wasser rumzusauen. Meist war ich der Leidtragende. Also eigentlich immer. In Bochum hat er es wieder getan. Und dann ich. Und er wieder bei „Du Riechst So Gut“. Und dann hat er den Fehler gemacht, sich über den Fotograben zu beugen. Na ja und dann hatte ich ne Hand frei und der Scheff keine trockene Unterhose mehr. Selbst Schuld.

Ja, was war sonst noch? Richtig, Sarah hatte nicht nur Geburtstag, sie durfte bei „Haifisch“ auch mit dem Schlauchboot fahren. Hauke hat gezeigt, dass er obendrein der perfekte Pyropulthalter ist und „Ich steck dir Torten ins Gesicht“ ist definitiv nicht der richtige Text, Fanta gehört ins Glas, nicht in die Kippen und auch nicht auf den Tisch und die Kippen gehören nicht in Taschen von Wilhelms, Klausis oder anderen Seesackschleppern, sondern in meine. Stehlampies wiederum, lieber Lampie, gehören neben den Sessel, nicht auf den Parkplatz. Heiratsanträge hingegen gehören gut überlegt und nicht einfach nur so raus gehauen.

Und dann kam die ultimative After-Show-Party. Der absolute Wahnsinn. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was auf dem Hotelzimmer noch abging. Es ist sonst schon nicht ganz ohne, aber das hat dieses Mal alles übertroffen. Also wer insgesamt ein wenig zart besaitet ist, sollte jetzt nicht weiter lesen und gleich zum nächsten Absatz springen. Denn wir haben uns auf dem Hotelzimmer allen Ernstes an einer möglichst vollständigen Titelliste von SHAKESPEARE versucht.

Kaum zu glauben, oder?
Stimmt aber.

Das war dann allerdings zuviel für unsere Crew. Die Jungens zogen ab, um nebenan in dem Tanzbunkenbunker, der früher irgendwie anders hieß und dessen neuen Namen ich mir auch nicht merken konnte, noch gepflegt abzuspacken. Glückwunsch. Tolle Videos...

So, genug gesülzt. Bochum war der Oberhammer. Wir freuen uns schon wie Bolle auf nächstes Jahr. Und dann gibt’s etwas ganz Besonderes:

Am 14. Oktober 2011 spielen wir das Beste von Herzeleid, Sehnsucht und Mutter.
Am 15. Oktober 2011 gibt es die Highlights von ReiseReise, Rosenrot und Lifad.

Zwei Abende – eine Zeitreise.
Der Hammer!

Tickets gibt’s ab sofort! Und zwar hier.

Es gibt Einzeltickets, wir empfehlen allerdings das Kombiticket für beide Tage und die volle Dröhnung.

So, zum Schluss bedanken wir uns bei den Fotografen Janet Ruppelt (www.the-pit.de, dort gibt es auch einen ausführlichen Konzertbericht), Sina Lübcke (www.diekunstimbild.de), Dirk Baumert (www.duesterart.de), Thomas (www.darktouch.de), Suzanne Smaling (www.rockpics.nl), Tim Wicke und Sakra75.

Die Fotos findet ihr hier.

Bis nächstes Jahr!!!

FEUERENGEL

Das letzte Wort hat dieses Mal Kathrin aus dem Gästebuch: „Wenn ihr so weiter macht dann explodiert die Matrix nochmal vor Stimmung wenn Ihr spielt.“

Wir arbeiten dran.

c) Farp

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15/11/10
Holländisch für Dummies

Wir haben jetzt so oft in den Niederlanden gespielt, wir haben sogar eine holländische Crew, aber alle Versuche, holländisch zu sprechen, waren bislang nicht viel mehr als grottoide Performances. Ab und zu lernen wir aber trotzdem etwas dazu. Denn das Publikum im Crazy Horse sang unserem verehrten Vorstandsvorsitzenden ein spätes Geburtstagsständchen. Seitdem wissen wir: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag“ heißt auf holländisch „Daar moet een piemel in“. Wie schön, dass wir endlich mal etwas Sinnvolles gelernt haben.

Und wie schön, dass es wieder einmal so schön war. Und schön war’s.

Wir haben an dem Abend drüber nachgedacht, wie lange wir schon im Crazy Horse, das früher Podium hieß, gespielt haben. Wusste keiner. Auf jeden Fall haben wir uns immer gefreut, wieder dort sein zu dürfen. Jetzt auch wieder. An anderer Stelle habe ich das Podium auch schon mal als „unser Wohnzimmer“ bezeichnet. Weil is‘ so.

Und keine Spur von Routine. Neue Kulissen, neue Songs, aber einige alte Gesichter. Übrigens nicht nur auf, sondern auch vor der Bühne. Liebe Grüße an unsere geliebten Stammkunden. Neben der Bühne stand Meerrettich, ein mittelaltes Gesicht mit relativ neuer Unfrisur und mit Hauke ein ganz frischer Mitarbeiter unseres sympathischen mittelständischen Betriebs. Und Hauke hatte Stress. Aber Hauke war verdammt gut. Mann Mann Mann. Da ziehen wir doch vor ihm glatt unsere FEUERENGEL-Basecaps und Wollmützen, die ihr übrigens in unserem Shop findet und die gerade jetzt in der kalten Jahreszeit… Und Ben war auch da. Ben ist ein Pyrotechniker aus Holland und Ben sprang für Säule ein. DANKE!

Säule konnte nicht mit uns fahren, weil seine Knax-Klub-Karte abgelaufen ist und er in den Hotels das Pay-TV nicht hätte bezahlen können. Mensch, blöd, jetzt feiern wir mal auf dem Zimmer bis in die frühen Morgenstunden eine ausufernde Orgie mit Schampus, einem Live-Set von Deichkind und mit rassigen Schönheiten und er ist nicht dabei. Sorry, chichichi.

Auch nicht dabei war der Scheff. Wegen Erregung öffentlicher Erregung am 16. Oktober 2010 gegen 23:37 Uhr war er verurteilt worden und musste am Tag des Gigs noch Sozialstunden in der Rinderbesamungsanlage in Verden ableisten. Abgekämpft erschien er pünktlich zum Soundcheck, den wir bereits mit voller Inbrunst und unseren holländischen Gastarbeitern Ruud, Lampie und Casjan abhielten. „Go Johnny go!“

Undsoweiterundsofort… Es ist ja immer irgendwie das selbe. Backstage sprachen wir über Schulnoten und Holger verriet uns, dass er in Sport mal ne Eins hatte. Undsoweiterundsofort. Und dann aber los. Die Show zu beschreiben macht wenig Sinn. Die die da waren, wissen eh, wie’s war. Und alle anderen haben Pech gehabt.

Viel wichtiger ist auch, dass es hinterher noch Frikandeln, Pommes und sowas gab. Da glüht das Herz eines schwer arbeitenden Musikers. Lange Rede schwacher Sinn:

Danke an das Publikum.
Danke an die Crew vom Crazy Horse.
Danke an Freddie van ter Beek und Suzanne Smaling für die Fotos.
Danke an unsere Crew.
Danke an uns.
Muss man ja auch mal sagen.

Wir müssen dann mal los, wir spielen morgen in Bochum.
Hardenberg, we hope to see you all again!

Bis dahin.

FEUERENGEL

Das letzte Wort hat dieses Mal unser VierlustigesfünfHolländer-Triumvirat: „Alle Deutschen sind Homos!“ (zur Melodie von Seven-Nation-Army)

c)Farp

Fotos hier.

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09/11/10
FEUERENGEL bedanken sich...
...für diesen fantastischen Konzertbericht über unsere Show in der Bochumer Matrix!

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08/11/10
Matrix hoch 2
Nachdem wir unsere Bochumer Lieblingssauna wieder einmal ausverkauft haben und ein wahres Highlight mit Euch erleben durften, freuen wir uns schon jetzt auf 2011. Dann nämlich gönnen wir Euch und uns den gepflegten Luxus, dem Gesamtwerk unserer aller Lieblingsband Tribut zu zollen. Und zwar in Form dieser ultimativen Doppelpackung: Am Freitag, den 14.10., gibt es das Beste aus Herzeleid, Sehnsucht und Mutter, am Samstag, den 15.10., dann ReiseReise, Rosenrot und LIFAD.

Fr. 14.10.2011 - Set 1
Tribut an die Jahre
1995 | 1997 | 2001
->
Ticket hier

Sa. 15.10.2011 - Set 2
Tribut an die Jahre
2004 | 2005 | 2009
-> Ticket hier

Kombiticket für beide Tage
-> Kombiticket hier

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07/11/10
Kein Teil oder Meine Lust?

In Dordrecht im schönen, äh, also in Holland haben wir beides gespielt. Und zwar in einer Kirche. Dafür haben wir aber weder „Halleluja“ noch „Heirate Mich“ abgesondert. Warum? Das wissen nur die Götter. Aber lustig war’s trotzdem. Auch wenn wir viel zu viel zu früh aufstehen mussten und die Podeste auch nicht so ganz das waren, was wir brauchten. Schwamm drüber, da wird einfach mit Hilfe des Bierdeckelometers drumrum improvisiert. Da haben wir uns doch lieber noch ein bisschen über die abgefahrene Location gefreut. Eine alte Kirche, die jetzt ein Konzertsaal ist – cool.

Cool auch, dass unsere fünf lustigen elf Holländer dabei waren, um für den guten Ton zu sorgen und uns ins rechte Licht zu rücken. Grüße an Ruud, Casjan und Lampie! Weil unsere Crew mit den drei Hanseln viel zu billig wäre, haben wir noch ein paar andere Statisten eingepackt. Säule natürlich, der jetzt sogar Fernsehen für unterwegs hat, was nur eine Frage der Zeit war. Und Heini (Name von der Redaktion geändert). Und dann war Hauke noch dabei. Hauke kannte uns vorher nicht, deshalb ist er mitgekommen. Im Hotel haben wir ihn dann betrunken gemacht und jetzt kommt er wie alle anderen aus dem Knebelvertrag, den wir flugs in eine alte Unterhose gemeißelt haben, nicht mehr raus.

Ha ha!

Und Anna war dabei. Um zu rauchen. Ach ja, und um unsere feinen Konsumartikel unter die Leute zu bringen. Genug Sklaven also, um eine fette Show auf die Beine zu stellen. Und das haben wir dann auch gemacht. Die Fahne hoch, die Leute rein, CJ hat schnell noch einen Fernseher geplatzt, Rosenpedia die Welt erklärt, der Chor der Blöden Peter Maffay verhunzt, die Fahne runter, den Kapellmeister zum Leuchten gebracht und Vollgas! Bis zum Schluss. Logisch. Immer schön aufs Mett und dann weg und zurück und weg und zurück und weg und zum Merch-Stand, Huldigungen entgegen nehmen. Schönes Konzept eigentlich.

Vielen Dank an das Publikum in Dordrecht. Schön war’s. See you next year. Maybe.

Noch was vergessen außer der Gage? Nö. Ab ins Hotel. Da haben wir dann noch flugs die Fensterbank vollgesoffen und ein bisschen über Freud, Wittgenstein und Schopenhauer diskutiert. Wie immer. Kleine Kostprobe? „Der Morgenschiss kommt ganz gewiss und wenn es erst am Abend ist.“

Ah ja.

Das buchstäblich letzte Wort hat dieses Mal Heini, als er im Schlaf die goldene Stimme von Barmstedt fragte: „Darf’s bei Ihnen noch etwas sein?“

Nein danke.
Wirklich nicht.

Gruß
FEUERENGEL

Hier gibt’s Fotos.

Die Live-Bilder hat uns freundlicherweise Gertjan van Zon zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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03/11/10
Privatkonzert für die Crew

So wenig Publikum hatten wir noch nie: Zwei Tage am Stück haben wir im Bürgersaal in Rotenburg/Wümme gespielt und außer unserer Crew war niemand da. Gott sei Dank. Denn wir haben den Sound fürs Publikum und den, den wir selbst auf unseren Kopfhörern haben, getuned. Damit’s noch besser klingt. Wir danken Stefan, Anna und Säule und ganz besonders Lampie und Casjan, die beide extra aus Holland angereist waren.

Pascal Faltermann hat unsere Irrsinns-Probe besucht und für die Rotenburger Kreiszeitung aufgeschrieben, was wir da gemacht haben. Und das liest sich so:

Aus Mono wird Stereo
Feuerengel-Musiker passen den Sound der In-Ear-Kopfhörer im Bürgersaal an

Von Pascal Faltermann

ROTENBURG Boris Delic und Florian Arp stehen höchstens einen Meter voneinander entfernt auf der Bühne. Selbst wenn einer der beiden Musiker schreien würde, der andere könnte ihn nicht hören. Delic nimmt das Mikrophon und spricht hinein. Erst jetzt verstehen Arp und die anderen Mitglieder der Band Feuerengel ihren Frontmann.

Die Rammstein-Coverband hat für zwei Tage den Bürgersaal gemietet, um den Sound der In-Ear-Kopfhörer anzupassen. Was sich nicht spektakulär anhört, ist hoch komplex und mit einigem Aufwand verbunden. „Mit den Kopfhörern ist man komplett isoliert, man hat das Gefühl, allein auf der Bühne zu sein“, erklärt Gitarrist Florian Arp. Die meisten Musikgruppen haben auf der Bühne Monitore, um die eigenen Klänge, die über die Lautsprecher Richtung Publikum gehen, zu hören. Bei den Feuerengeln wird der eigene Sound über die kleinen Stöpsel im Ohr übertragen.

Spezielle Effekte kamen bisher mit einem Mono-Signal von einem iPod. Das habe sich nun aber geändert: „Die Töne und Klänge werden neuerdings von einem MacBook übermittelt“, informiert Sänger Delic. Das Signal sei dadurch für die Musiker und das Publikum in Stereo zu hören. Um die Anpassungen nun möglichst genau zu produzieren, haben sich die Bandmitglieder zwei Tage frei genommen. Alles, was sie für einen normalen Auftritt brauchen, wurde auch im Bürgersaal aufgebaut. Vor allem, was den Schall betrifft, braucht die Band Live-Bedingungen. „Früher haben wir das in unserem Proberaum gemacht“, verrät Florian Arp. Doch dort sei es nicht möglich, die Kulisse aufzubauen und die Entfernung zwischen den Musikern einzuhalten. Dabei ist es wichtig, dass Schlagzeuger Christoph Rosenplänter in etwa drei Metern Höhe sitzt. Bassist Holger Sommer und Keyboarder Thorsten Heintzsch stehen ebenfalls erhöht an ihren Plätzen, und die Gitarristen Daniel Behrmann und Arp haben etwa zwei Meter Abstand zu Sänger Delic. „Das sind alles nur Kleinigkeiten“, weiß Arp. „Aber die sind wichtig, um einen identischen Sound zu erhalten“.

Doch das ist lange nicht alles: Auch der Rest des Feuerengel-Teams ist mit von der Partie. Frontmischer Stefan Ehrhardt, Pyrotechniker Christoph von Fintel sowie die beiden Niederländer Lampie van Druinen (Tontechniker) und Casjan Behrends (Monitor-Mischer). Jeder einzelne Song wird durchgespielt, bearbeitet und neu eingestellt.

Ein bisschen kurios ist es schon: Dort, wo sonst die Tennisspieler von Grüß-Weiß Rotenburg ihren Ball feiern, der Kneipp-Verein seine Jahreshauptversammlung abhält oder Feste stattfinden, proben nun harte Rockmusiker. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Kulturarbeit in der Region zu fördern“, sagt Hermann Koopmann, Veranstaltungsmanager des Bürgersaals. Den Feuerengeln bringt es auf jeden Fall etwas. Anhänger und Interessierte können sich am 11. Dezember davon im Bremer Aladin überzeugen. Denn einen Auftritt im Bürgersaal wird es vorerst nicht geben.

So, Farp hat den ganzen Quatsch auch noch fotografiert. Und ein paar Fotos von Pascal sind am Ende auch noch zu sehen.

Hier ist der ganze Kram zu sehen.

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30/10/10
Immer wieder umwerfend

Es gibt so Sätze die man nicht überstrapazieren sollte, wenn man auf einer Bühne steht: „Ihr seid die Größten.“ Oder: „Ihr seid die Besten.“ Oder: „Das geilste Publikum seit…“. Sowas kann schnell zur hohlen Phrase verkommen. Das Problem ist nur: In Görlitz kommen wir gar nicht drumrum, diese Sätze zu benutzen. WEIL SIE ALLE STIMMEN! Wenn wir über unsere Kopfhörer die Ansage bekommen, dass unser Tonmann Probleme hat, die Anlage lauter zu drehen als das Publikum, dann ist das wirklich krass.

Liebe Leute, das war wirklich ein verdammt geiles Konzert! Vielen Dank!!!

Schon mal zum HinterdieOhrenundindenKalenderschreiben: Am 16. April 2011 sind wir wieder in Jonsdorf und am 20. August 2011 kommen wir dann erneut nach Görlitz. Und zwar für ein Open Air auf dem Hof der Landskronbrauerei! Wenn das nix is’...

Warum wir so oft bei euch sind? Warum wir Stunde um Stunde um Stunde in viel zu kleinen Bussen das Risiko heftiger Thrombosen eingehen? Warum wir all diese unmenschlichen Entbehrungen auf uns nehmen? Tja, wer dieses Mal in der Landskronbrauerei war, wird ahnen warum. Ganz ehrlich: Für so eine geniale Stimmung fahren wir auch mal den einen oder anderen Kilometer weiter.

Vielen Dank an das gesamte Team der Landskronbrauerei, an die Techniker vor Ort, die uns sogar mit unserer Fahne geholfen haben, an Jörg Rosemann und Lars Semrok für die Fotos und natürlich an Stefan, Uwe, Nadine, Hochleistungssäule und unseren Neu-Berliner Julian, der mit Katharina sogar einen neuen Sklaven für die Unterdrücker der Gebrüder FEUERENGEL mitgebracht hat. Oder haben wir da was falsch verstanden?

Was war denn sonst noch? Joa, Sabines Katzen sind „voll chillig“, es gibt Printmädchen und Mädchengestalter und Boulevardmädchen und ..., der Kapellmeister war eigentlich krank, ich hatte Rücken, wir haben das erste Mal eine Gitarre signiert, in der ersten Reihe stand eine 78 Jahre junge Dame, der Handflammenwerfer macht jetzt auch unsichtbare Flammen, wir waren bei Burger King nachdem wir ausgiebig darüber diskutiert haben, wie ungesund und widerlich der Fraß ist, am nächsten Tag waren wir bei McDreck, Görlitz ist schön, wir kamen wegen gesperrter Straßen nicht wieder weg, Landskron ist lecker, Görlitz ist an einigen Ecken nicht so schön, der Wendler ist Frauenärztin in Görlitz, da Stefan am nächsten Tag in Prag sein musste, haben wir uns mit seiner Band LORD OF THE LOST in Dresden getroffen, Annika und X-oph kaufen im selben Damenoberbekleidungsgeschäft ein, beim Autogrammegeben habe ich X-oph mit mir verwechselt, Girlies in L und XL gibt’s jetzt für fünf Euro, der Lord meint: „Es gibt drei Sorten von Menschen, Die die rechnen können und die, die nicht rechnen können.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Liebe Leute, wir hoffen, dass wir uns alle in Jonsdorf undoder Görlitz wieder sehen. Und bringt noch jemanden mit, denn Platz is’ da genuch!

Bis dahin!

FEUERENGEL

c) Farp

Das letzte Wort hat wieder einmal Sabine: „Es ist alles viel dramatischer als ich es mache.“ Amen.

Fotos hier

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05/10/10
Dortmund ist überall

Aaaaaaaaaaaaarrggggggggggghhhhhhhhhhh! „Your hotel is just 15 minutes away” sagte der Mann vom Club. 15 Minuten und nochmal 15 Minuten und dann nochmal 15 Minuten. Undundund… Scheiß Umleitung, scheiß GPS, scheiß Lkw-Verbotsschilder, nicht lustig! Sowas passiert sonst nur in Dortmund… Und da ist es dann nicht immer meine Schuld. Dass das mal klar ist.

So. Davor war nett. Wir haben mal wieder in Hellendoorn gespielt. Zum wievielten Male weiß nur der Ältestenrat. Als wir das erste Mal da waren, hatte ich noch Haare bis zum Arsch, andere Bandmitglieder hatten gar keine, wieder andere von uns sind damals noch nicht so viel gelaufen und waren noch viel dünner… Das waren noch Zeiten.

Aber eins hat sich nicht geändert: das Essen. In kaum einer Location auf Gottes schöner Erde wird mit so viel Hingabe ein Abendessen gebrutzelt, das einem die Tränen der Rührung in die Augen treibt. Dafür sagen wir an dieser Stelle ausdrücklich DANKE!

Den, die oder das Vla, der, die oder das regelmäßig als Dessert gereicht wird, mussten wir allerdings beim Soundcheck zu uns nehmen, da wir ein wenig knapp in der Zeit waren. Denn wir mussten noch einen neuen Effekt testen, für den sich Boris extra drei Zähne hat ausschlagen lassen, um Platz zu schaffen für…

The LED-Funzel of Death!!!

Wer das Video zu „Ich tu dir weh” gesehen hat, kennt den Effekt mit der Lampe im Mund. Live setzen Rammstein den Effekt bei „Rammlied“ ein. So wie wir. In Hellendoorn haben wir das Ding beim Soundcheck getestet, für erstklassig befunden und jetztschnellmalebenvorgespult beim ersten Song des Abends auf das begeisterte Publikum losgelassen.

FETT!!!

Und dann noch jede Menge Oldies in der Setlist: „Spieluhr“, „Heirate Mich“, und „Adios“. Und so. Wie schön. Immer auf die Mütze. Zwischendurch mal komische Wörter… Hm. Das Solo von „Mein Herz Brennt“ erfuhr zudem eine Überarbeitung der experimentellen Art. Öhm. Spontaner Gedächtnisverlust. Lassen wir das.

Unser Dank geht raus an die Crew von De Lantaarn, an Ruud Skywalker, der sogar beim Soundcheck mit der Taschenlampe solierende Gitarristendarsteller in Szene setzt, an unseren Tonmachermann Lampie und an unseren AufderBühneTonmachermann CJ. Vielen Dank vor allem auch dafür, dass ihr uns nach der Show geholfen habt, unseren Sperrmüll wieder einzusammeln. Der größte Dank geht natürlich an das Publikum! Natürlich! An wen sonst?

Liebe Grüße gehen an dieser Stelle an Benjamin, den kleinen Elefanten, der einst ein Pfosten, äh, ein Eckpfeiler unserer Crew war. Er hat sich von den Unmengen an Kohle, die er bei FEUERENGEL verdient hat,
ein Anwesen in Kalifornien gekauft. Ab und zu lassen wir ihn allerdings noch einfliegen, da er Aufgaben verrichten muss, die unsere jetzige Crew nicht beherrscht: Schnürsenkel binden, Wasserflaschen auf die Bühne bringen, Bier aufmachen, Hasenkostüme tragen und andere Dinge, für die eine fundierte Ausbildung unerlässlich ist. Lieber Bunny, äh, Benny, wir hoffen, dass das nicht dein letzter Besuch bei unserer kleinen Unterhaltungskapelle war.

Liebe Hellendoornerinninnen und Hellendoornen; schön war’s. Besucht uns doch einfach bei einem unserer anderen Gastspiele in eurem schönen Land. Zum Beispiel hier:

23.10. Dordrecht
05.11. Hardenberg
12.11. Assen
13.11. Ulft
20.11. Dokkum (ohne Pyroshow)

Bis dahin!

FEUERENGEL

c) Farp

Fotos

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28/09/10
“Das Gewicht interessiert mich nicht”

Eine Premiere: Wir haben zum erstem Mal in Zoetermeer gespielt. Zoetermeer liegt in Holland, ganz dicht bei Den Haag. Auf dem viel zu langen Weg dahin hat X-oph nicht nur seine Fähigkeiten als Taxifahrer unter Beweis gestellt, man kommt auch noch an vielen lustigen Orten vorbei. Gouda zum Beispiel. Das liegt in der Nähe von Parmesan. Einem Vorort von Mozzarella. „Dufte“ hätte Horst Horstmann in den 80ern gesagt. Also in seiner frühen Kindheit.

An meine Kindheit fühlte ich mich zurück erinnert, als ich im Bus saß. Un und erbrochen flog Bonbon-Papier durch die Gegend. Unmöglich sowas. Welcher Idiot hat den Scheiß denn mitgebracht? Also Nancy war’s nicht. Die hatte dafür aber lustigbunte Pappteller im Gepäck, von denen jeder Insasse einen bekam.
Mit selbstgetöpfertem Kuchen obendrauf. Kuchen? Was ist das denn für ein Seniorenausflug? Neee, so schlimm ist es noch nicht. Überwiegend jedenfalls.

Den Kuchen hat die liebe Nancy anlässlich meines Wiegenfestes gebacken. Denn ich bin an dem Tag, ja, ich gebe es zu und da gibt’s auch nix zu beschönigen, denn die Zeit die läuft halt und da kann man nichts dran drehen, es lässt sich halt nicht ändern, 27 geworden. Das waren noch Zeiten, als ich mit FEUERENGEL vor neun Jahren in Bremen meinen ersten umjubelten Auftritt spielen durfte. Knackige 18 Jahre alt, Moment mal, das äh, das kommt nicht so ganz, bin mir jetzt nicht mehr so sicher, aber doch, obwohl…

Und schon waren wir in Zoetermeer. Na ja, eigentlich hat das ganz schön lange gedauert. Aber wir haben uns die Fahrtzeit mit Papierkügelchen schnipsen und Topfschlagen vertrieben. Zehn Punkte bekam die Boerderij dann übrigens gleich mal dafür, dass wir mit dem Lkw direkt ebenerdig mit Rampe und ohne großes Tüdelü und Dengeleng ausladen konnten. Toll auch, dass unsere Crew bereits ausgeladen und auf der nicht ganz so großzügig wie angekündigt dimensionierten Bühne zu großen Teilen aufgebaut hatte. Danke, ihr Schnuckelchen!

Und dann mal Soundcheck machen. Doof. Soundcheck ist immer doof. Langweilig und öde. Eins zwei drei, nochmal Gitarre schrummeln, ein Achselhaar mehr Stimmung auf Boris‘ Gesang und ein F… oder V…? mehr Licht auf das Stand-Tom und gäääääähhhhhn….

Fahne anbaumeln, Essen, ein Foto mit Imme machen und dann mal umziehen. Und dann ging’s eigentlich auch schon los. Die Boerderij war gut voll und die Stimmung angemessen euphorisch. Ah, wat schön... Wir hatten uns bereits ein gute Stück durch die Historie unser tributisierten Band geholzt, als Itzi-Glitzi-Horst uns mit einem neuen Sirenen-Sound überraschte. Hey cool, den haben wir ja noch nie gehört. Er auch nicht, denn das Gejaule kam gar nicht von ihm.

Wir hatten die Rauchmelder ausgelöst.

Und dadurch den Alarm bei der Feuerwehr.

Die dann auch gleich mal mit nem ganzen Löschzug anrückte.

Ups.

Sorry, chichichi, aber da hat wohl jemand den Rauchmelder nicht abgestellt. Wir haben von dem Großeinsatz gar nix mitbekommen, sondern munter weiter draufgedroschen und dabei einige fast vergessene Perlen und neue Hits unters Volk gebracht. Bis wir in unserem eigenen Saft kochten und die Bühne verließen. Nochmal kurz rauf, drei Zugaben geben und wieder runter. Und nochmal rauf, noch ne Zugabe zugeben und wieder runter. Und wieder rauf. In die Garderobe. Abtropfen.

Zoetermeer, es war die reine Wonne. Besser kann eine Premiere eigentlich nicht laufen. Vielen Dank!!! Und danke für das tolle Geburtstagsständchen. Ich habe zwar kein Wort verstanden, aber es sah gut aus.

Und vielen Dank an Lampie, Casjan, Ruud, Julian und Säule, die wie immer Hand in Hand gearbeitet haben, als würden sie das schon seit Jahren machen.

Äh.

Ein dickes Danke geht an Nancy, die nicht nur lustige bunte Teller verteilt, sondern auch noch die tollen Live-Fotos , die ihr hier findet, gemacht hat. Zudem hat sie Nadine als Merch-Smurf vertreten und wie eine Wilde T-Shirts, Mützen, Feuerzeuge und all die anderen schönen Sachen, die wir immer dabei haben, verkauft, damit der Graf noch dicker wird. Ein ganz lieber Gruß gilt Kai, der an dem Wochenende rund fuffzehn (in Worten: 15) Stunden im Zug saß, um mir die Hand zu schütteln. Und dann hat er auch noch Markus und ein gar kultiges Präsent mitgebracht. Bin immer noch platt…

Liebe Zoetermeerjungfrauen und –männer, wir hoffen, dass wir noch einmal wiederkommen dürfen.

Bis dahin!

FEUERENGEL

Das letzte Wort fällt dieses Mal aus wegen vergessen.

c) Farp

Fotos hier
Ein Ständchen-Video hier (Quicktime Player)
Gotteslästerungs-Video hier (Quicktime Player)

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23/09/10
Fritze Feuerengels Flying Circus

Wat’n Spasss! Wir haben in Veendam gespielt. In Holland. Zum wievielten Mal? Keine Ahnung. Oft halt. Und irgendwie war das ganz schön lustig. Muss an der Mayo gelegen haben.

Wie jetzt? Hingefahren und bis auf Elbtunnel-Horst und seinen Fahrer auch rechtzeitig angekommen. Wahrscheinlich sind sie den ganzen Weg gelaufen. So weit so gut. Dann mal rumgesessen und zugeguckt, wie die Lichttraverse rauf- und runter- und raufgekurbelt wurde. Bisschen mit CJ, Ruud und Lampie gequatscht, unseren Crew-Fuzzis, die zwar Holländer, aber trotzdem ganz nett sind. Die haben übrigens später noch auf dem Parkplatz Fußball gespielt und jetzt wissen wir auch, warum das mit der WM nicht geklappt hat... Sonne schien auch. Schön. Dann Aufbau, Soundcheck, alles total unspektakulär und minder spannend. So ist das halt. Dann gab’s Mayo mit Schnitzel und Kohl (!) und dann wollte ich die Zimmerschlüssel holen. Gab aber erstmal keine. Und Boris war nicht mal überrascht.

Ach, es ist immer wieder schön, wenn man als Musiker mit Respekt behandelt wird. Das Publikum wusste, wie das geht. Und so wurde es ein ganz besonderes Konzert. Wir haben bereits nach wenigen Minuten geschwitzt wie die Doofen, ihr habt gesungen und geklatscht und auf die Bühne gekloppt und Sachen gemacht, die man wohl macht, wenn man bei einem FEUERENGEL-Konzert ist. Wir dagegen haben Sachen gemacht, die wir normalerweise nicht machen, wenn wir bei einem FEUERENGEL-Konzert sind. Zum Beispiel Keyboard-, Bass- und Gitarrensoli gespielt. Seltsame Texte gesungen. Seltsame Dinge geredet. Lampie und Ruud standen plötzlich vor der Bühne und nicht an ihren Pulten. Schlumpf-Song zum Soundcheck. Und so.

Alles in Allem haben wir uns prächtig amüsiert. Aber man soll ja aufhören, wenn’s am schönsten ist. Deswegen sind der Kapellmeister und ich auch direkt vor dem Einladen abgedampft. Außerdem wollten wir uns vor dem Hotel noch ein bisschen abfeiern lassen und huldvoll aus der Limousine winken. Das war toll. Aber letztes Jahr war auch gut.

Egal.

Wir grüßen das Publikum aus Veendam! Wir hoffen, dass wir uns bei anderen Shows in Holland wieder sehen. Wir danken unseren holländischen Freunden, na ja, Bekannten, äh, also unserer Crew, die uns wie immer super professionell betreut hat! Vielen Dank euch Dreien.

Zum Schluss sei noch angemerkt, dass wir euch bei diesem und allen weiteren Holland-Gastspielen aufgrund der Abzockermentalität der Mobilfunkanbieter nicht wie gewohnt via Twitter und Facebook auf dem Laufenden halten können. Schade. Aber so isch des Lebbe...

Bis demnächst in einem anderen Theater!

FEUERENGEL

Das letzte Wort hat dieses Mal Disco-Horst, der die Sprache der Jugend spricht wie kein Zweiter und dementsprechend kompetent die Vorzüge seines Ei-Fons anzupreisen in der Lage ist. Nämlich so:

„Ey, check ma’ den Flibber!“

Krass.

c) Farp

Hier gibt’s Fotos.
Und hier die Höhepunkte der Pyro-Show in Veendam. (Quicktime Player)

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10/09/10
Ketchup! Äh, Ketchup?

Benno hat am Ende unserer diesjährigen Show in Grimmen versprochen, dass 2011 alles noch fetter wird (Außer uns, denn wir laufen ja regelmäßig!). Benno verspricht also für 2011 die ultimative Fettness. Hm. Dabei war es doch schon ziemlich fett. Bei unserem ersten Besuch 2009 und dieses Jahr wieder.

Standen wir letztes Jahr noch in Staus rum, hatten wir dieses Jahr nicht so viel Glück und standen in Staus rum. So. Vor einem Jahr hatte Säule mit dem Rauchen aufgehört. Und er hat auch noch nicht wieder angefangen. (Könnte er auch gar nicht, bei dem was wir ihm zahlen...) Letztes Jahr war Benny noch dabei. Dieses Jahr Benno. Letztes Jahr wurden die FEUERENGEL-Action-Figuren erfunden. Dieses Jahr nicht.

Es hatte sich also gar nicht so viel verändert. Allerdings haben wir die Setliste mal kräftig auf den Kopf gestellt. „Tier“, „Morgenstern“, „Adios“ und „Halleluja“ gab’s 2009, jetzt „Rammlied“, „Lifad“, „Pussy“ „Haifisch“ und viele andere schöne neue und alte Songs. Und unsere riesige Deutschland-Fahne, mit der wir die Bühne vor der Show dekoriert haben. Und ein paar neue Was-ist-eigentlich-dieMehrzahl-von-RUMMS? Ach ja: Zitat aus dem Tourbericht von 2009: „Bei `Morgenstern` hat Säule einen hinterhältigen Giftgas-Anschlag auf uns verübt.“ Hat er dieses Jahr wieder gemacht. Bei „Feuer Frei“. Und „Rosenrot“. Und „Sehnsucht“. Zufall? Sabotage? CSI-Helvesiek-Griemshoop is watching you...

Was war denn sonst noch? Tja, während wir aufbauten, fuhren nebenan wieder Trabbis im Kreis über eine Schlammpiste, bis sie auseinander fielen. Holger turtelte mit „Kayleigh“ (Marillion, 1985, Platz 7 in DE, 2 in UK, 19 in CH und 74 in USA), Julian bastelte Bomben, Thomas richtete Licht ein, Stefan koppelte den Rasen glatt und der Kapellmeister wartete sehnsüchtig darauf, zum Essen fahren zu dürfen. Inzwischen hat seine Antlophobie allerdings extreme Ausmaße angenommen und es kostete uns Stunden, ihn davon zu überzeugen, dass er nicht im Schlauchboot auf dem Autodach zum Gasthof reisen musste. Solche Krankheiten sind bei uns stark verbreitet: Daniel leidet zum Beispiel unter Hypertrichophobie, X-oph unter Hadephobie, Holger unter Coulrophobie, Horst unter Kinetophobie und einer besonders stark ausgeprägten Form von Nomophobie und ich unter Diplopiphobie. Es ist ein Kreuz mit dieser Band. Wir haben jetzt den Therapeuten von Metallica kontaktiert. Allerdings hat er Autodysomophobie und Bufonophobie und das ist in dieser Band natürlich unpraktisch...

Sei’s drum. Stefan (Acousticophobie) hatte mal wieder einen superben Sound hingedengelt und nachdem Horst freundlichst Ketchup!!! geordert und das Spiegeleigesicht verputzt hatte, dass ihn seiner Meinung nach beim Essen beobachtete (...!), rollten wir extrem prollig mit unserem silber-farbenen rosaroten Spielmobil quer durchs Publikum, weil man die Bühne von hinten nicht anfahren konnte. Kurz darauf starteten wir dann mit wildem Getöse in ein knapp zweistündiges Programm, das eigentlich keine Wünsche mehr offen gelassen haben dürfte. Getan. Ihr habt gerockt und geschrieen, euch im Ausdruckstanz versucht und euer Innerstes nach Außen gekehrt. So ähnlich wie Säule am Vortag.

Am Ende bretterten wir euch noch „Engel“ um die Ohren und direkt nachdem wir einen kleinen Knicks gemacht hatten, ging auch schon das große Feuerwerk los. Ach, wat schön. Am Merch-Stand habt ihr uns dann noch ganz gepflegt die Bude eingerannt, während Benno auf der Bühne mehrmals die eingangs erwähnte Rede hielt. Benno? Ach ja, Benno ist der Bürgermeister und offenbar nicht ganz unschuldig an dem Stock-Car-Rennen, dessen Dinner-Programm wir gestalten durften. Während wir spät in der Nacht den Lkw beluden, haben wir mal wieder festgestellt, dass unsere Crew-Hanseln die eigentlichen Rockstars sind. Säule hat nämlich zwischen Kabelkiste, Schnellkochtopf und Keyboardständer mal eben einer leicht alkoholisierten jungen Dame das Ja-Wort gegeben. Schon hieß sie Lisa Säulensen. Nachdem die überglückliche Braut zur Erinnerung an den schönsten Tag in ihrem Leben noch zwei und noch zwanzig Fotos geschossen hatte, war menothingyounothing die Scheidung auch schon durch. So kann’s gehen.

Wir danken dem Publikum im Grimmen, das sich im Vergleich zu 2009 auf wundersame Weise vermehrt hat und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Wir danken darüber hinaus unserer Crew Julian (Epistaxiophobie), Säule (Sitophobie), Thomas (Photophobie), Stefan (hatten wir schon) und Nadine (Arachibutyrophobie).

Ein weiterer Dank geht an Steffen Hoeler vom NDK-Racing Team für die Fotos, die ihr hier findet.

Liebe Leute in Grimmen, es bleibt nur zu sagen, dass es wieder schön bei euch war, bisschen kalt vielleicht, aber dass wir uns auch nächstes Jahr gerne wieder in jedem Stau hinten anstellen, um bei euch zu spielen. Allerdings bräuchten wir noch ein Zelt für den Lkw.

Bis bald!

FEUERENGEL

Fotos hier anglotzen.

Das letzte Wort hat Stefan, der von einem Dialog mit einem Kollegen bei einem Außer-FEUERENGEL-Job berichtete. „Hallo. Ich bin der Typ, der seinen Job macht. Dann musst du der andere sein.“

Das allerletzte Wort:
Ich: „Guck mal, da drüben ist Wismar“.
Holger: „Das wis mar.“

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03/09/10
Ganz großes Tennis

Knapp südlich von Berlin sind wir schon des Öfteren gewesen. In Potsdam, in Beeskow, in Tiefenbrunnen, in Jüterbog. Und es war immer schön. Na ja, fast immer. Würde es in Ludwigsfelde auch so schön werden, fragten wir uns? Dort waren wir schließlich noch nie. Als wir während der Fahrt, die wir uns mit Nimm2-Papierchen-in-das Brillenablagefach-schnipsen vertrieben, weil es nichts weiter Aufregendes außer unserem Lieblingsautobahnschild gab, von unseren voraus gereisten Spähern erfuhren, dass es nur vier Backstage-Räume gibt, die jeweils größer waren als unser Proberaum, wollten wir schon wieder umkehren. Schließlich sind wir zu sechst.

Frechheit.
Na gut, mal gucken.
Wollen wir mal nicht so sein.
Waren wir auch nicht.

Das Catering übertraf schon mal unsere Erwartungen. Es reihten sich Salate an Schüsseln voller Tacos, Süßigkeiten, belegte Brötchen, etc. Herrlich. Ein Musterbeispiel an überkorrekter Auslegung unseres Riders. Und die Garderobe war auch ganz schön groß. Und so schön blau. In Ludwigsfelde weiß man, wie man schwer arbeitende Musikanten glücklich macht. Das ging dann bei der Bühne weiter. Geräumig und hoch. Zwar nicht hoch genug für unsere neueste Errungenschaft, aber auch das ließ sich lösen.

Und dann der absolute Hammer! Ich konnte es kaum glauben und es trieb mir Tränen der Freude in die Augen. Wie konnte das sein? War das ein Zeichen? So etwas Schönes hatte ich lange nicht gesehen. Auf der Zeltplane, die über dem Mischpult aufgebaut war, prangte die Unterschrift von ... mir wird immer noch ganz schwindlig, wenn ich an diesen Moment zurück denke... dort prangte die mit einem Edding schwungvoll hingekrakelte Unterschrift von niemand geringerem als dem größten aller nicht ganz so großen Sterne am Himmel der deutschen Rockmusik. Es war die Unterschrift von unser aller Held und Vorbild:

Peter Maffay.

Wahnsinn. Es war nicht leicht, sich aus dem Freudentaumel zu lösen und flugs mit dem Aufbau fortzufahren. Schließlich wollten unsere Freunde von Inkompetent, mit denen wir bereits mehrfach die Bühne teilen durften, auch aufbauen. Ein Bügelbrett als Keyboardständer zum Beispiel... :-)

So, jetzt aber mal umziehen. Ich musste mich besonders sputen, schließlich durfte ich bei den Inkompetenten noch kurz als Gastsolist auf einem Song der bald erscheinenden Platte mitwirken. Und dann fiel auch bald der schwarze Vorhang vor dem sich unsere Support-Band aufgebaut hatte. Und dahinter? Überraschung! Dahinter hing eine riesige Deutschlandfahne. Ja ja, wir scheuen keine Kosten und Mühen. So sind wir. Nächtelang hat der Kapellmeister höchstpersönlich mit Nadel und Faden nee, stimmt gar nicht. Für so was gibt es fleißige Kinderhände. Die kommen auch viel besser mit den kleinen Nadeln klar. Und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit sind Nähereien in China ja, äh.

So, rauf auf die Bühne und los. Zur unserer Überraschung war der Hof des Kulturhauses gut gefüllt. Eine Stunde vorher sah das noch ganz anders aus. Nun denn, „Wer wartet mit Besonnenheit...“ Und dann zwei Stunden auf die Mütze. Eins ist mal sicher: Wir haben geschwitzt wie die Schweine. Und das nicht nur, weil es wetterbedingt sehr warm war. Ziemlich platt aber glücklich schlurften wir in unsere Garderoben-Landschaft zurück und hörten das Spiel der Band, die nach uns im Saal auftrat und erstaunlich viele Rammstein-Songs im Repertoire hatte.

Benny, unser abtrünniger Crew-Hansel, der sich aus völlig unerfindlichen Gründen gegen ein Leben im kalten und nassen Deutschland und für ein Dasein im sonnigen Kalifornien entschieden hat, war extra rübergeflogen, um uns backstage die verschwitzten Leiber trocken zu rubbeln. Zum Dank gab’s eine leckere Pizza mit getragenen Socken. Eine Spezialität im Hause FEUERENGEL. Mochte er aber nicht. Er durfte dann unsere Bananenschalen abknabbern.

Ludwigsfelde, das war eine großartige Premiere. Wir hatten einen Mordsspaß und wir hoffen, dass es euch genauso ging. Wir würden euch gerne wieder besuchen und wenn wir so in unserem Gästebuch stöbern, scheint es so, als würde euch das auch gefallen.

„erste Klasse“
„genial“
„HAMMA“
„ihr seid der Wahnsinn“
„humorvoll“
„ober ober geil“
„zwei Fans mehr“
„geile Show“
„bin seid gestern euer größter Fan“
„weiter so“

Und dann natürlich noch der ultimative Eintrag von Patricia: „Die Musik ein echter Ohrenschmaus, gespielt von einer coolen Band mit einem besonders attraktiven Frontmann.“

Kurzum: Aaaaaaahhhh, das geht runter wie Öl. Davon werden wir uns so schnell nicht erholen. Arrogant wie wir sind, kreisen wir seit diesem Abend alle unter der Zimmerdecke und rufen uns täglich gegenseitig an, um uns zu erzählen, wie geil wir sind.

Echt jetzt.

DANKE an das Publikum in Ludwigsfelde.

DANKE an die Organisatoren für die tolle Betreuung.

DANKE an Säule, Basti, Julian, Stefan und Nadine.

Und Grüße an Patricia. Wir hoffen, dass du das Konzert nächstes Mal auch sehen und nicht nur hören kannst.

Mehr bleibt nicht zu sagen. Außer:

Bis hoffentlich bald.

FEUERENGEL

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Fotos
Video von einem historischen Moment (Quicktime Player)

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29/08/10
Wo soll das noch hinführen?

7000 Besucher beim MC Brenner – das war nicht immer so. Als wir einst das erste Mal von den sympathischen Zweiradsympathisanten eingeladen wurden, spielten wir in einem Holzverschlag vor einer durchaus überschaubaren Menge. Da war Gerhard Schröder Kanzler und die Vogelgrippe war erstmals ausgebrochen. Wobei da jetzt kein Zusammenhang besteht. Nehme ich mal an. Seit unserem ersten Engagement bei den Brennern war es ein großer Spaß, dort zu spielen. Und es sollte immer besser werden. So ganz Scheiße waren wir wohl nicht, denn der Club lud uns immer wieder ein. Die Bühne wurde größer, die Besucherzahl stieg und stieg, es gab Stromausfälle und Hochzeiten, Stürze von Leitern und und und. Was blieb, war der Gestank nach verbranntem Gummi.

Und wir.

So überraschte es auch niemanden wirklich, als wir wieder eingeladen wurden. Dieses Mal für den Freitag. Samstag spielten Extrabreit. Kennt die noch jemand? „Aaaaaaaannemarie du bist blond wie Bier, Aaaaaaaannemarie bitte f....“

Egal.

Was so einen Freitag im Allgemeinen auszeichnet, ist die Tatsache, dass die Straßen gerne mal ein bisschen verstopft sind. Besonders die Autobahnen. Und dann auch noch im Sommer. Ja, klar, steht man halt mal ein bisschen im Stau rum... So trudelten wir dann nach und nach ein, der Scheff, der in seiner Sänfte mit seinen engsten Mitarbeitern (Fußpfleger, Stripperin, Pferdepflegerin) reiste, kam natürlich zum Schluss. War ja klar. Nö, kein Problem, macht nix, wir haben schon mal alles aufgebaut.

Als Anheizer fungierte die knuffige Brettermetalkapelle Ridden By Disease, deren Mitglieder sich vor der Show erst einmal schminken mussten, um Scheiße auszusehen.

Als wir noch drüber diskutierten, welcher Song unserer Support-Band am ehesten als Radio-Single taugt, war es auch schon so weit. Mit einem kleinen technischen Schluckauf starteten wir in die Show.

Wie die war, wissen alle, die da waren und alle die nicht da waren, werden es jetzt nicht erfahren. Selbst Schuld. Wärt ihr mal da gewesen! Aber wie sensationell der Blick von der Bühne auf die nicht enden wollende Masse war, werde ich euch noch schnell verraten:

Sehr!

Absolut sehr sensationell! Wären wir nicht so wahnsinnig harte Typen und außerdem geübt in der Manipulation großer Menschenansammlungen und obendrein noch extrem arrogant, hätte auf Grund des s-e-n-s-a-t-i-o-n-e-l-l-e-n Anblicks vielleicht sogar ein Tränchen der Rührung unsere Kajalschmierereien gekreuzt.

War aber nicht.
Ehrlich.
Echt jetzt.

Egal.

Liebe Leute, die ihr nach Vinstedt gepilgert seid, um eurer allerliebsten Rammstein-Tribute-Band zu huldigen: DANKE! Danke für eine dolle Show, für einen s-e-n-s-a-t-i-o-n-e-l-l-e-n Ausblick und überhaupt. Wir fühlen uns geehrt und hoffen, dass wir noch einmal wieder kommen dürfen. Das gilt auch für unsere Crew, bei der wir uns an dieser Stelle wieder einmal herzlich für ihre profess..., na ja, also, für ihre Arbeit bedanken. Eigentlich müsste ich die Namen in Großbuchstaben schreiben, denn die Mädels haben es wirklich verdient. Unser Dank geht an:

thomas
sabine
julian
basti
säule
nadine

Und an die Jungs, die uns beim Schleppen geholfen haben. Und an Mister Senking und seine Kollegen vom MC Brenner für die Einladung. Natürlich. Muss ja auch mal gesagt werden.

Wir danken außerdem folgenden Fotografen für die Lichtbilder, die sie uns zur Verfügung gestellt haben:

Philipp Schulze
Andreas Pöppe
Stefan Stendel

Auf Wiedersehen!

FEUERENGEL

c) Farp

Hier gibt’s Fotos, bis der Arzt kommt.

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07/08/10
Kleider machen FEUERENGEL-Fans

Ihr könntet so gut aussehen. Wie? Ganz einfach: Kleidet euch in die exklusive Mode-Kollektion dieser kleinen sympathischen Tribute-Kapelle. Festliche Oberbekleidung für die Dame und den Herren findet ihr in unserem total frisch überarbeiteten Shop.

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Macht euch schick und uns reich!

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01/08/10
Große Pläne...

...haben wir immer. Auch schon für 2011. Deshalb können wir bereits jetzt die ersten Shows bestätigen: Am 26. Februar sind wir zum dritten Mal im Z7 in Pratteln (CH), am 4. Juni ebenfalls zum dritten Mal in Jonsdorf und am 11. Juni zum 469. Mal in Tiefenbrunnen. Alle aktuellen Termine findet ihr rechts. Wir sehen uns!!!

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22/07/10
12.000 Arme!

Wenn man das erste Mal irgendwo spielt, kann die Haut sehr dünn sein. Keine Ahnung, was einen erwartet, wie viel Zeit zum Umbau ist, ob die Pyros alle fertig und zeitig platziert werden können, ob die Garderobe was taugt, ob die Local Crew cool ist, ob Zeit zum Essen ist, etc. Vom Rockharz Open Air wussten wir nur, dass dort ein Haufen bekannter Bands wie zum Beispiel Oomph!, Kreator, Edguy, Doro und unsere Freunde von Rage spielen sollten. Und wir. Als „Late-Night-Special“.

So weit so geil.

Unsere Crew bildete die Vorhut, um möglichst früh die Pyros vorbereiten zu können. Drei Nasen kamen am späten Nachmittag mit einem viel zu großen Auto an und der Kapellmeister ließ sich noch etwas später mit seinem inneren Beraterstab direkt zum Fußpeeling in die Dusche chauffieren. Allen Fireangels gemeinsam war immerhin, dass sie sich bei ihrer Ankunft über die äußerst professionelle Organisation des Festivals freuen konnten. Zwei fette Bühnen à la Wacken direkt nebeneinander, eine Laderampe für seniorenfreundliches Ausladen, eine vorbereitete Garderobe und kompetentes Personal.

Fein.

Nachdem wir uns die von Trouble-Bass-befeuerter Schwerstmetall-Musik untermalter Wartezeit mit InderSonneschmelzen (Lolo), Wet-T-Shirt-Contests (Basti) und Hin- und Hergelaufe (Stefan) verkürzt haben und die Apokalyptischen Reiter, mit denen wir einst in Cottbus schon mal zusammen gespielt haben, auf unserer Bühne den letzten Ton in den malerischen Sonnenuntergang geschmettert hatten, konnten wir mit dem Aufbau beginnen. Teile der Kulisse hatten wir bereits hinter Bühne montiert, andere wiederum mussten erst noch aufgebaut werden. Edguy bekamen irgendwie unsere Podeste, wir dafür die Podeste von Edguy, aber das nahmen wir einfach mal wie Männer. RubbeldieKatz hatten wir unseren Plunder positioniert, noch ein bisschen vor uns hin geschwitzt, alle Instrumente gecheckt, die Pyros verdrahtet, strategisch günstig Getränke verteilt und...

Joa.
Äh.
Und nu?

37 Minuten bevor wir beginnen sollten, waren wir mit allem fertig. Huch! Wie kann das denn passieren? Umso besser. So konnten wir uns noch kurz die Wimpern zupfen, die Stützstrümpfe zurecht rücken, Edguy in aller Ruhe Zugaben zugeben lassen und ein Schnäppsken kippen.

Und dann los.
Und dann erst mal blöde glotzen.
Und den Anblick verarbeiten.
Vor der Bühne stand eine verdammt große Masse an Menschen.
Oha.
Ok.
Ab dafür!
„Wer wartet mit Besonnenheit...“

Wir waren gespannt, was passieren würde, doch schnell war klar: Dat läuft! Mehr als 12.000 Arme begrüßten uns mit wildem Geklatsche, der Chor kam wie aus 6.000 Kehlen, nee, er kam aus 6.000 Kehlen und wir waren einfach mal platt. So große Publikümmer haben wir zwar schon des Öfteren bespaßt, aber nun auch nicht unbedingt andauernd. Und schon gar nicht an einem Donnerstag.

Und so wurde es eine verdammt geile Show, die leider viel zu schnell vorbei ging, da wir auf Grund der Festival-Situation nicht so lange spielen konnten wie sonst. Wie im Flug zog die Best Of-Setlist an uns vorbei, dazu feinstes Feuer und Geballer in fast jedem Song, ein Graf, der plötzlich nur noch ein halbes T-Shirt anhatte, die Security, die in einer Tour Crowdsurfer aus der Masse fischte, ein grauer Horst, dann ein glitzernder Horst, Bäche von Schweiß, stetige Synapsen-Gruppenkopulation, hunderte verrenkte Nacken wegen der Raketen, die wir von der Bühne quer übers Publikum schossen, ein Meer von Armen, Holger als Animateur, „Engel“ als Zugabe, ein Graf, der plötzlich gar kein T-Shirt mehr anhatte und Feierabend.
Mein lieber Scholli.

DANKE!!!

Einfach nur Danke an alle, die diese Show zu einer ganz großen gemacht haben. Und wo wir grad dabei sind:

DANKE an unsere Crew, die es innerhalb kürzester Zeit und unter verschärften Bedingungen geschafft hat, den ganzen Zirkus auf die Beine zu stellen. Julian, Basti, Lolo in Vertretung für Säule, der in seinem Fernsehsofa fest steckt, Stefan und last but not least Ruud, unser tiefster Respekt ist euch sicher. Ohne euch hätten wir das nicht geschafft. Vielen Dank. Und Danke an Nadine fürs Schuhe zubinden.

Ein weiterer Dank geht an die Hands, die uns geholfen haben, unser Gerümpel hin- und her zu schleppen, an die Techniker, die geduldig unsere Anforderungen erfüllt haben und generell an alle, die zum Gelingen der Show beigetragen haben.

Zu guter Letzt bedanken wir uns bei den Machern dieser großartigen Veranstaltung für die Einladung. Wir hoffen, dass wir wiederkommen dürfen!

Und zu allerallergutester Letzt danken wir Anja Shameri, Manuel Menzel und Marcel für die Fotos!

Was uns noch im Hinterkopf rumschwirrt? Ein tausendfacher Chor: „Alleeee, Alleeee, Allee, Allee, Alleeeee, eine Straße, viele Bäume, ja das ist eine Allee!!“

In diesem Sinne:

FEUERENGEL

Das letzte Wort hat dieses Mal Nadine: „Is’ Boris seine Brille.“

c) Farp

Fotos
Furchtbar unscharfes Video (Quicktime Player)

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15/07/10
Schlaaaaaaaaaaaaaaaaaaaand!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das musste jetzt einfach mal sein. Denn außer einem großartigen Konzert in Wilhelmshaven gab's ein erstklassiges 4:0 unserer Nationalelf gegen Argentinien bei der WM. Großes Kino. Großes Kino auch immer wieder das Wochenende an der Jade (WadJ). Wir waren ja schon zwei Mal da und sind stets beschwingt zurück gefahren. Die Bühne liegt traumhaft schön am Deich, die Frauen leicht bekleidet am Wasser und das Bier in der Kühltruhe. Es könnte alles so schön sein.

Aber.

Jedes Mal, aber auch wirklich JEDES MAL hat uns das Wetter im Stich gelassen. So auch dieses Jahr. Während im Rest der Republik strahlender Sonnenschein vorherrschte, streifte Wilhelmshaven ein "kleines" Tief. Um nicht zu sagen: Es regnete Hunde und Katzen. Ist ja eigentlich kein Problem. Schließlich hat so eine Bühne ja ein Dach. Und meistens auch noch Rück- und Seitenwände, die den Regen abhalten. Oder auch nicht. Unsere Bühne jedenfalls war beim Auftritt unseres Supports Luxuslärm innerhalb kürzester Zeit eine riesige Pfütze. An allen Ecken und Enden schiffte es aufs Schlagzeug, aufs Keyboard, auf die Gitarren... Egal was: Es war klitschnass.

So wie eine kleine einsame Dreifachsteckdose (alles Horsts Schuld), die, um sich vor dem Ertrinken zu retten, einen Kurzschluss verursachte. Ergo: Luxuslärm ohne Lärm weil ohne Strom. Nach wiederholten Blackouts gab unsere Support-Band schließlich auf. Schließlich ist es auch nicht ganz ungefährlich, mit elektrischen Gerätschaften zu hantieren, während man knöcheltief im Wasser steht. So hatten wir ein bisschen Zeit, um unseren ganzen Sperrmüll trocken zu legen und unsere schlaffen Leiber in gar anmutige Kleider zu wanden, um pünktlich die Bühne zu entern.

Kurz mal ein paar Stunden zurückgespult. Woran erkennt man richtige VIPs? Wir wissen es jetzt. Denn Matthias Mineur, der uns bei all unseren Wilhelmshaven-Shows betreut (Danke übrigens!), hatte für uns am Nachmittag innerhalb kürzester Zeit ein Public Viewing in der Nähe organisiert. In Nullkommanix hat Matthias dafür einen Parkplatz abgesperrt, eine Leinwand aufgebaut, Bierbuden angekarrt und etliche hundert Komparsen engagiert, damit wir uns nicht so einsam fühlen. Dann hat er noch gleichzeitig 423 Uwuseelers geblasen, Bier gezapft und das Spiel live in der ARD kommentiert. Oder so ähnlich. Auf jeden Fall hat Matthias dafür gesorgt, dass wir einen dermaßenen VIP-Parkplatz hatten und dass wir an der Schlange vorbei kostenlos durch den Einlass kamen. Wir hatten ungehinderten Blick auf die Leinwand, als kurz nach unserem Eintreffen das erste Tor gegen Argentinien fiel und uns der ein oder andere, der immer noch in der Schlange stand, die Pest an den Hals wünschte. Horst Horstmann, der übrigens an jenem Tage seinen 27. Geburtstag feierte, zeigte beim Spiel völlig unbekannte Seiten. HB-Männchen-like hüpfte er durch die Gegend und bölkte die Leinwand an, fotografierte sich den Wolf und twitterte sich obendrein um den Verstand. Seine irritierten Beobachter: Holger stilecht mit DFB-Mütze, Kathrin Tankstelle mit Schland-Fahne, Daniel mit neuem a:wake, äh a:live-Tattoo, Anna mit selbstgeschmierten Brötchen, X-oph mit äh nix irgendwie und meine Wenigkeit. Der Kapellmeister blieb der Veranstaltung freiwillig fern, da er nix von Eishockey versteht. Er verdingte sich in seiner eigentlichen Bestimmung - als Drum-Raoadie. So lief gerade der Schlagzeug-Soundcheck, als wir siegestrunken zur Bühne zurückkamen:

Schlaaaaaaaaaaaaaaaand!

Überhaupt hatten unsere possierlichen Crew-Honks bereits alles soweit vorbereitet. Wir danken an dieser Stelle den Seepferdchen Julian und Basti sowie unseren holländischen Austauschsklaven Lampie und Casjan. Ein Sprichwort, dass in ähnlichem Zusammenhang bereits einmal bemüht wurde, sagt: "Wer führen will, muss frei von Arbeit sein." Wie komme ich da jetzt drauf? Weiß auch nicht. Na ja, jedenfalls war Lolo mal wieder mit. Graf Etepetete, der Säule vertreten hat. Unser Stammpyrotechniker konnte nämlich nicht dabei sein, weil er sich beim wahllosen Zappen den rechten Daumen ausgerenkt hat und bei Dr. Müller-Wohlfahrt in Südafrika in Behandlung musste. Ruud, der für gewöhnlich für unsere Lichtshow verantwortlich ist, hatte sich freundlicherweise bereit erklärt, Säule hinzubringen. Da der Wohnwagen schwer an seinem Hollandrad zog, hat Ruud es leider nicht rechtzeitig zurück geschafft und so fehlte der dritte der fünf lustigen vier Holländer leider auch bei unserem Wilhelmshaven-Gastspiel. Lolo hat Säule jedenfalls kompetent vertreten und wenn er gewusst hätte, dass es dafür auf der Bühne Arschtritte hagelt, hätte er sich das vielleicht noch mal überlegt. Aber dafür: Großes Amüsemang!!

So, genug geschwafelt, Show jetzt.

Wir können es immer wieder kaum glauben, wie voll der Platz ist, wenn wir auf die Bühne getragen werden. Wahnsinn. Köpfe, so weit das Auge reicht. An dieser Stelle: DANKE Wilhelmshaven. DANKE fürs AufsWetterscheißen, DANKE fürs Singen und Schreien und Klatschen und all das, wofür wir uns gerne den Arsch aufreißen...

Wir werden auf jeden Fall eine großartige Show in Erinnerung behalten!!

Abgerundet durch einen Moment der allgemeinen Verwirrung, als eine junge Dame am Ende auf den Schultern eines Mannes saß und alle Musikanten geblendet durch das Licht ein hautfarbenes Bikini-Oberteil EBEN NICHT erkannten, sondern ganz was anderes dachten. Mann Mann Mann...

Obwohl der Abend erste Sahne war, haben wir übrigens beschlossen, nicht mehr wieder zu kommen. Warum? Nicht unbedingt weil sich eine junge Dame in der ersten Reihe durch das Geschiebe von hinten dem Vernehmen nach zwei Rippen angeknackst hat, was ziemlich unerfreulich ist. sondern weil das Spielschiff, auf dem wir backstage so schön beknackte Fotos machen konnten (siehe WadJ-Galerie 2007 auf der „stage“-Seite), abgebaut wurde. Das ist zwar bei weitem nicht so schlimm wie angeknackste Rippen, aber ein bisschen geweint haben wir trotzdem.

Ahoi Wilhelmshaven!! sagen

FEUERENGEL

Das letzte Wort hat dieses Mal Casjan: „Deutsche fahren besser Auto als Holländer.“
Haben wir schon gewusst.

c) Farp

Fotos
Video (Quicktime Player)

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13/07/10
The "Podium" is dead...

...long live "Crazy Horse"! On 5th November we will play at one of our most favourite venues ever in Hardenberg as planned. Please go to http://www.crazyhorse.nl and check for updates and tickets soon.

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15/06/10
Who the fuck is Lena???

Deutschland ist Grand Prix-Sieger, Lena ist Deutschland und alle sind Lena. Aber eins ist Lena nicht: FEUERFEST. Ging auch nicht: Lena in Oslo, FEUERFEST in Scheeßel. Und eins war offensichtlich: Das FEUERFEST war die bessere Party.

Oder was?
ODER WAS?
Das war ja wohl der Hammer!

Wir sind immer noch ganz platt. Ihr glaubt ja gar nicht, wie großartig das alles von oben ausgesehen hat. Wir wussten, dass im Vorverkauf weit über 1000 Tickets weggegangen waren. Aber dass dann noch so viele von euch die Abendkasse gestürmt haben, hat uns wirklich überrascht. Mit einem derart großen Andrang hatten wir nicht gerechnet.

Das sah dann schon ziemlich gut aus, als unsere Freunde von Kariert und The Sons Of Howie Munson die Stimmung anheizten. Derweil haben wir hinter der Bühne ein wenig Rouge aufgelegt, Ladegeräte in die Luft gesprengt und diverse andere Vorbereitungen getroffen. Säule hat noch schnell ein paar Bomben eingepflanzt, Basti Alibert-Schränke aus Pizzakartons und Spiegelfliesen gebastelt und die Feuerwehr saß auf ihren Fahrzeugen in der Sonne. Sonne? Ja, Sonne, denn entgegen der sonst bei FEUERENGEL-Open-Airs üblichen Mieswetterlage war es tatsächlich warm und trocken. Kaum zu glauben.

Während unsere Support-Bands spielten, konnten einige von uns sogar so ein bisschen das Festival-Feeling genießen und ein wenig durch die Zuschauer spazieren. Viele Bekannte, Verwandte und Weggefährten wollten sich unser Heimspiel nicht entgehen lassen und es war schön, euch zu sehen und ein wenig mit euch zu quatschen. Seid uns bitte nicht böse, dass wir nicht allzu viel Zeit für euch hatten. Denn nachdem die Sons den letzten Akkord in den Abendhimmel gerotzt hatten, ging es für uns los: Letzte Korrekturen an den Kostümen, Gitarren stimmen, prüfen, ob alle Mikros das tun, was sie sollen, Getränke strategisch günstig in den Kulissen verteilen, noch schnell nen Twitter-Tweed raushauen und natürlich den obligatorischen Schnaps vernichten.
Sich gegenseitig Glück wünschen.
Ein wenig dehnen.
Kopfhörer in die Rübe schrauben.
Der Gang zur Bühne.
Letzte hastige Züge an der Zigarette.
Treppe hoch.
In Startposition gehen.
Horst legt los.
Blitze an der Bühnenkante.
Aha...
Der Scheff beginnt sich durch die Tür zu schweißen.
Scheinwerfer an.
Die Gitarrenhalter tauchen aus der Kulisse auf.
Der Scheff tritt die Tür ein.
Los geht’s.

Die Setlist war üppig, wir hatten uns vorgenommen, zwei Stunden lang die größten Nummern von Rammstein unters Volk zu bringen. Die Statistik: 5 Songs von „Mutter“, 2 Songs von „ReiseReise“, 1 Song von „Rosenrot“, 5 Songs von „Sehnsucht“, 2 Songs von „Herzeleid“, eine B-Seite und 6 Songs von „Liebe ist für alle da“. Darunter das immer wieder verlangte, heftigst abgefeierte und dank Frau von der Leyen bis dato nur im Ausland gespielte „Ich tu dir weh“.

Dazu ein schweißender Kapellmeister, Blitze am Boden, Blitze in den Traversen, Nebelwerfer, explodierende Mikroständer, glitzernde Keyboarder, Konfetti-Regen, Raketen und jede Menge weiteres RummsBummsPengGelöt...

Scheeßel, mehr ging definitiv nicht! Wir haben wirklich alles gegeben. Einfach alles. Inklusive unserem letzten Hemd. Schön, dass sich unsere Bemühungen gelohnt haben. Denn ihr habt gesungen, gepoged, geschrieen, geklatscht und mit Holger eine erstklassige LaOla abgeliefert (wovon es übrigens weiter unten ein kleines Video gibt).

DANKE SCHEESSEL!!!

Ein solches Fest schreit nach einer Wiederholung. Wir hoffen, dass wir wieder einmal in ähnlichem Rahmen in der Heimat spielen können. Vielleicht zu unserem 20-Jährigen...

Eine solche Veranstaltung lässt sich nur realisieren, wenn Leute bereit sind, das finanzielle Risiko zu übernehmen, wenn Leute ihre Freizeit opfern, um uns beim Auf- und Abbau zu helfen, wenn die Presse auf unserer Seite ist, wenn die Anwohner uns keinen Strich durch die Rechnung machen, kurzum: wenn alle an einem Strang ziehen, um eine großartige Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle ein paar virtuelle Bilderrahmen mit gestickten DANKESCHÖNS verteilen. Und zwar an:

Thorsten Witte
Hartmut Viets
Heino Behrens
Pascal Faltermann
Rotenburger Kreiszeitung
Zevener Zeitung
Rotenburger Rundschau
row-people.de
Ortsfeuerwehr Scheeßel
DRK
Bäckerei Brunnenmüller
Welzel Anlagen
Hartmut Berger
Firma Dönitz
Firma Baden
Die Anwohner
Ossy Ostendorf
Florian von Bothmer
Anna Lohmann
Holger Witte
Lars
Simone
Manuel
Felix
Steven
Remo
Thomas
Nadine
Stefan
Ruud
Säule
Basti
Julian

Und hier noch alle Fotografen, die uns dankenswerterweise ihre Fotos zur Verfügung gestellt haben:

Pascal Faltermann
Kevin Hoppe
Franziska Hutter
Thorsten Knottek
Marco Lessen
Thomas Möller
Matthias Röhrs
Anja Shameri
Suzanne Smaling
Stefan Stendel
Anja Stiegler
Boris Delic
Thorsten Heintzsch
Farp

In Dankbarkeit:

FEUERENGEL

c) Farp

Fotos (offstage)
Fotos (onstage / Faltermann-Galerie)
Fotos (onstage)

Video (Quicktime Player)

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10/06/10
Gießen fällt flach

Leider werden wir am 28. August nicht in Gießen spielen. Das Konzert wurde seitens des Veranstalters abgesagt. Wir sind untröstlich und hoffen, dass es irgendwann einen neuen Termin gibt.

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06/06/10
Junge trifft Mädchen

Als FEUERENGEL das erste Mal beim unvergleichlichen Wulf im idyllischen Tiefenbrunnen gespielt haben, wurde die Gage anschließend noch in Deutschmark versoffen. Oder um es mit Fanny van Dannen zu sagen: „Da war Video noch Latein.“ Neun Mal waren wir nun schon bei dem Verrückten und davon hat es gefühlte elf Mal geregnet. Und dieses Mal? Kein Regen beim Warten auf den Lkw, kein Regen beim Ausladen, kein Regen beim Aufbau, beim Soundcheck, beim Essen... Seltsam.

Alles andere wie gehabt: Bühne doll, Essen heiß, Bier kalt, völlig unspektakulär das Ganze. Sogar das Loch, durch das Selle (29) im Vorjahr gefallen war, konnte als unberührtes Relikt bestaunt werden. Das Einzige, was aus der Reihe fiel: Der Kapellmeister war nicht dabei. Der Scheff hatte morgens, als er aus dem Bett gerollt worden war, ein leichtes Kribbeln in der Nase verspürt und beschlossen, dass er sich die Strapazen der Reise und der Vorbereitungen ersparen will, um sich stattdessen später mit seiner gepanzerten Stretch-Limo von einem seiner Geringstverdiener hinterher chauffieren zu lassen.

So erschien der Vorstandsvorsitzende pünktlich zum Soundcheck, sichtlich angeschlagen und mit einer Stimme, die leicht nasale Züge aufwies, um es mal vorsichtig auszudrücken. Irgendwie haben wir in letzter Zeit Pech mit den Tiefenbrunnen-Shows: Letztes Mal fiel Holger aus und musste von Chris vertreten werden.

Also schnell durchgekurbelt den Soundcheck-Quark, denn unsere lieben Beknackten von Inkompetent warteten schon – unsere Süpport-Band-Kollegen, die für uns schon einige Male die Anheizer spielten. An dieser Stelle liebe Grüße und vielen Dank an die Inkompetenten, bei denen ich sogar die Ehre hatte, einen Song des demnächst erscheinenden Albums mitsolieren zu dürfen. Zu dem Zeitpunkt – also am Ende des brillanten Sets der geballten Inkompetenz – war Wulfs Kleingarten schon gut gefüllt und Stefan hatte sich bereits seinen Apfelstrudel im Bett servieren lassen, der dekadente Sack.

So, schnell noch Schnappes und ab dafür! Hatten wir letztes Jahr noch mit „Tier“ begonnen, war es dieses Mal natürlich das „Rammlied“, das die Show einläutete. Der Scheff schweißte sich durch die Tür, die Gitarrenspieler frästen sich durch die Podeste und was dann folgte, war wie immer großes Kino! Tiefenbrunnen, wir danken euch für einen fantastischen Abend. Schön, dass ihr da wart und schön, dass ihr immer mehr werdet.

Der obligatorische Dank geht an Stefan (Keimzeit rockt!), Julian, Basti und Säule, ohne die ihr nur eine Band gesehen hättet. Allerdings ohne Ton und ohne Pyros. Wie doof das wär... Doof wäre auch, wenn das Nadinsche nicht mit wäre, denn dann könnten wir euch unsere Konsumartikel nicht so kompetent präsentieren. Ein dickes Dankeschön geht wie immer an Wulf und sein Team! Ein weiterer Dank gilt Mario, der für uns hinterm Lichtpult stand.

Flugs abgebaut und ab in die Heia. Was Säule dann noch mit zwei imaginären Groupies trieb, warum sein Bett nachgab und warum er den Fernseher jetzt schon mit ins Bett nimmt, das muss er euch dann wohl mal selber erklären.

Liebe Leute, die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, dass wir wieder kommen. Und wir freuen uns schon jetzt drauf!

Bis dahin!

Eure FEUERENGEL.

Das letzte Wort hat dieses Mal Säule, der eine Plastikpalme vor die Tür beförderte mit den denkwürdigen Worten: „Das Gemüse schläft draußen.“

Ach ja: „Junge trifft Mädchen. Mädchen. Junge Junge Junge Junge trifft Mädchen. Mädchen. Junge Mädchen, Junge Junge Junge Junge trifft Mädchen...“

c) Farp

Fotos

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30/05/10
O! Der Steiger kommt.

Das war ein Rekordwochenende! Nie zuvor mussten wir für eine Show so früh aufstehen, nie zuvor haben wir auf der Bühne so gefroren.

Am Vorabend, gegen 23 Uhr: Zwei rattige Crew-Imitatoren-Anwärter kuscheln sich in Bad ArO!lsen aneinander, nach dem sie zuvor die Bühne in Augenschein genommen haben.
Samstag, 4 Uhr: In Hamburg und Umgebung werden die ersten von uns von ihren Pflegern gewaschen und gefüttert.
6 Uhr: Der Scheibenleckerbus startet am Proberaum. Die beiden rattigen Crew-Imitatoren-Anwärter torkeln zum Festivalgelände.
7 Uhrirgendwas: In Hannover steigen die Zwillinge ein.
8Uhroderso: Die beiden rattigen Crew-Imitatoren-Anwärter verschwenden eine Stunde ihrer wertvollen Arbeitszeit, als sie auf einem dieselbetriebenen Steiger die Aussicht genießen. Ohne Diesel, dafür mit Spott und Hohn.
8.59 Uhr: Holger nörgelt über die Musik.
Etwas später: Der Lkw, mit dem die beiden rattigen Crew-Imitatoren-Anwärter am Vorabend nach Bad ArO!lsen gefahren sind, wird ausgeladen.
9.35 Uhr: Käpt’n Bleifuß hat die Verspätungen rausgefahren. Ankunft Bad ArO!lsen.
9.36 Uhr: Aufbau der Kulisse. Allgemeine Vorbereitungen, Handschuhe an, Nase putzen.

Was waren wir gut in der Zeit. Denn die Ansage war, dass wir um 12 Uhr fertig sein mussten.

Noch ein bisschen in der Kälte rumstehen, dann Soundcheck. Ist das nicht schön? „Ja, das ist nicht schön“, würde Stefan sagen. Irgendwann war das dann auch erledigt, der Gitarrenschlumpf hatte sein Wah Wah nicht an und wir konnten ins Hotel fahren. Heia. Schön. Vorher noch schnell `nen Gummiadler reingestopft. Lecker.

Die Sonne, die gar nicht erst aufgegangen war, wäre gerade untergegangen, als wir zum Gelände zurück kamen. Rein in die Garderobe, vorher noch schnell am Catering vorbei, umziehen und raus in die Eiswüste. VERDAMMTE AXT, war das kalt!!!! Säule hielt mit ordentlich Feuer dagegen, aber ins Schwitzen kamen wir nur langsam. Eher ins Schurzen. Dabei haben wir wirklich alles gegeben. Die Publikümmer, die der Kälte trotzten, hatten schließlich das volle Programm verdient. Als uns langsam warm wurde und die Moving Heads sich warm gemoved hatten, war es auch schon wieder vorbei. Das volle Brett, die ganze Show, das ultimative Best Of, 28 Gays Later alles vorbei.
Schade.
Na gut, Zugabe, Zugabe!
Jetzt aber ab ins Warme.

Das Publikum durfte sich dort leicht bekleidete Mädels angucken, wir uns nur ebenso leicht bekleidete Musiker. Und zwar keine leichten. Wir danken allen voran der Local Crew, die genau das Richtige getan hat. Wir danken dem Veranstalter. Wir danken unseren kleinen Rackern, Julian, Säule, Basti und Stefan. Vielen Dank. Ohne euch wäre es noch kälter gewesen. In unseren Herzen. Liebe Grüße an San-Drache und ihren Göttergatten, der eiskalt die erste Reihe gerockt hat. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Bad ArO!lsen, ihr seid die härtesten. RESPEKT! Wir kommen gerne wieder. Allerdings würden wir einen beheizten Raum vorziehen. Ihr wahrscheinlich auch, oder?

Bis dahin!

Eure FEUERENGEL

c) Farp

Das letzte Wort hat Ingo: „O!“

Fotos

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18/05/10
Wah-Wah-Wahnsinn

Diese Band geht über Leichen. Wirklich wahr. Denn etwa 12.496 Fliegen mussten für unsere Show in Jonsdorf ihr Leben lassen. Zwei fielen aus guten Gründen in der Garderobe von der Decke, eine hat Horst aus Versehen auf der Bühne verschluckt und die restlichen 12.493 fanden am Kühlergrill unseres ReiseReise-Mobils einen schnellen aber schmerzlosen Tod. Was aber auch nicht weiter verwunderlich ist. Schließlich sind wir an zwei Tagen mehr als 1200 Kilometer gefahren.
Und wofür?
Für euch!

Zum zweiten Mal waren wir in der Sparkassen Arena in Jonsdorf zu Gast. Und die lange Eierei hat sich wieder gelohnt. Zumal sie durch das dekadente Gefährt, das wir uns für diese Tour geliehen haben, einigermaßen angenehm war. Viel Beinfreiheit und ein DVD-Player mit Funkkopfhörern... War das schön... Die Picknicker-Party-Fraktion auf Reisen, erst Fanta 4-Party, dann Peter Fox, Ärzte, meine Güte, ist das noch Rock’n’Roll? Werden wir alt? Oder mit jedem Kilometer jünger? Hmm.

Egal, Hauptsache am Spiegel baumelt der „Black Crowes“-Tourpass und - ja Säule oder wer das war - nächstes Mal gucken wir „Hängebusen über Leverkusen.“ Ein paar Zentimeter fehlen, sonst hätte unser Trucker Uwe den Laubfrosch durchs Tor direkt in die Sparkassen-Arena, die sonst übrigens als Eishalle dient, fahren können. Schade. Dafür entschädigte die Bühne. Ein monumentales Bauwerk, eine feine architektonische Meisterleistung und vor allem: schön groß. Schließlich hatten wir zum zweiten Mal nach unserem Jahresauftakt in der Schweiz unsere neue Kulisse am Start. Sehr schön. X-oph auf der Würstchenbude, immer wieder ein erhabener Anblick. Also die Würstchenbude jetzt. Und auch sonst gab’s nix zu meckern. Die Techniker vor Ort kompetent und hilfsbereit, bereit auch die Getränke und das Kuchenbuffet... Einfach schön.

Bis zu dem Moment, als Daniel komische Geräusche produzierte. Also eher seine Gitarrenanlage. Ein fieser, sehr dünner Sound mit extremen Nebengeräuschen, absolut unkontrollierbar und vor allem unbrauchbar. Katastrophe! Alle Techniker am Start, die Behörden informiert, der Ausnahmezustand ausgerufen, Sabine ausnahmsweise mal ratlos.
Was tun?
Panik!!
Doch ein Mann horchte in sich hinein. Er grübelte und grübelte und versuchte zu ergründen, was tief in seinen beiden Hirnzellen vor sich ging. Denn er hatte diesen fiesen dünnen Sound schon einmal gehört. Ja, er hatte ihn sogar schon bewusst hervorgerufen.
Aber warum?
Die Lösung war zum Greifen nah. In seinen Schläfen pochte es. Ein Pochen, das zu einem unerträglichen Lärm heran wuchs. Er hielt es kaum noch aus. Und endlich fiel es ihm ein!
Der Groschen fiel. Langsam zwar, aber er fiel. Er wusste, wenn er Recht hatte, war das Problem gelöst. Der Soundcheck und vor allem die Show wären gerettet. 12.596 Leuten müssten die Eintrittskarten nicht erstattet werden, die Woge der Begeisterung konnte wie geplant an den Ufern unserer Egos zerschellen. Es war nur ein schmaler Streifen Licht am Horizont, doch dieses fahle Licht konnte die Rettung sein. Er musste es drauf ankommen lassen.
Doch was, wenn er sich irrte?
Oh mein Gott, er musste diesen Gedanken beiseite schieben.
Alles oder nichts.
Es konnte die Rettung sein. Er spannte alle 12 Muskeln in seinem Körper an, überwand die Müdigkeit, die Schmerzen, hervorgerufen durch die unmenschlichen Entbehrungen der langen Reise und er rannte los und rannte und rannte und

Na ja, jedenfalls bin ich dann zu Daniel rübergelatscht und hab ihm geraten, mal sein Wah-Wah-Pedal auszumachen. Hat er gemacht. Alles wieder gut. Ein Wah-Wah-Pedal, lieber Leser, ist übrigens ein auf dem Boden liegendes Effektgerät, dessen Sinn und Zweck es ist einen FIESEN DÜNNEN SOUND zu erzeugen. Aber nur manchmal, nicht dauerhaft. Anlassen ist also eher nich so angesagt. Der Soundcheck konnte weitergehen, Horst schlüpfte zur Probe in seinen neuen Glitzeranzug und schwuppdiwupp hatten wir auch schon mächtig überzogen und die Black Thunder Ladies warteten bereits. Sorry, chichichi, macht mal. Wir gehen uns umziehen.

Nachdem klar war, dass Arschgesichter Zäpfchen durch die Nase einnehmen müssen und dass Hannover 96 gerade noch so mit einem Sieg in Bochum am Abstieg in die Kreiskla... in die zweite Liga vorbeigeschrammt war, gab’s in der Dusche Schnaps. Und dann:

Vollgas!!!!
Der Scheff schweißte sich aus der Würstchenbude (oder heißt es: schwitzte sich?),
Singsang, die Gitarrenspieler tauchten wie aus dem Nichts aus der Kulisse auf und rummsdibums, ab geht er der Peter...
„Leiht euer Ohr einer Legende“!
Und uns auch.
„Links“, „Sonne“, „Keine Lust“ und dann kam auch schon „Mein Teil“. Ein schwarzgrauer Horst verschwand im Topf und nach einer kurzen Garzeit kam Mr. Itziglitzi, ein pailletenbesetzter Apollo wieder heraus.
Reine Magie!
Wie macht er das bloß?
„Waidmanns Heil“
„Halleluja“ für die Scheinheiligen
„Liebe ist für alle da“ (auch für euch!)
Dann die Oldie-Ecke mit „Sehnsucht“, „Asche“, „Du Riechst So Gut“ usw,
„Pussy“
„Bück Dich“ auf der Zielgeraden
Richard alias Philipp bei „Haifisch“ im Schlauchboot,
Raketen unterm Hallendach,
Hitze, Hitze, Hitze,
und dann das Finale. Wozu noch Pyros und Licht, wenn man sie hat: Jen Majura, die Angusine der Black Thunder Ladies und unser Teilzeitengel.
Danke Jen!
„Erst wenn die Wolken schlafen gehen...“
Gute Nacht Jonsdorf!

Wir danken euch für die geile Show!
Und wir hoffen, dass wir noch einmal wiederkommen dürfen.

Wir danken außerdem dem Veranstalter und der Crew vor Ort. Dann unseren Crew-Furunkeln Sabine Ehrhardt („Tief im Westen und gleich danach im Osten“), Müllsack-Basti, Mac Julian, Hochspannungs-Säule und Renate (Sorry nochmal, chichichi...) und natürlich Trucker-Uwe, der wie kein anderer Franz Meersdonk und Günther Willers in einer Person verkörpert!

Ihr seid alle total dufte!

Danke auch an die Fotografen Jörg Rosemann, Frank (Spanky) und Sebastian Schreier. Den Link zu den Fotos gibt’s weiter unten.

So.

Bis zum nächsten Mal, zum Beispiel am 9. Oktober in Görlitz, sagen

Eure FEUERENGEL

Das letzte Wort hat dieses Mal Stefan, der mit Blick auf einen Friedhof philosophierte: „Erstaunlich, wie viele Leute schon tot sind.“

Ach ja, und Horst hat darauf bestanden, dass ich das Wort Idiotie im Tourbericht unterbringe.

Und hier sind die FOTOS!

c) Farp

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03/05/10
Duisburg? Dodal doll!

Nach Duisburg ist man ja schnell hin. Autobahn, bisschen geradeaus, links, rechts und dann steht man auch schon vor dem Eventschloss Pulp. So einfach. Warum eigentlich erst jetzt? Keine Ahnung.

Das Pulp ist jedenfalls eine verdammt coole Location, die Betreuung super, das Personal freundlich und hilfsbereit und die Bühne unheimlich hoch. Aufgebaut, soundgechecked, losgelegt. Völlig unspektakulär und problemlos. Fast schon langweilig. Vorher haben wir noch im imposanten Gastro-Bereich in rauen Mengen totes Tier vertilgt und Horst hat sich um den Verstand getwittert. Bei der Gelegenheit: Folgt uns auf Twitter und ihr seid hautnah bei dem ganzen Wahnsinn dabei.

Wir wussten nicht so recht, was wir von unserer Premiere in Duisburg erwarten sollten. Kommt jemand? Wie viele? Immer dieselben Fragen, wenn man Neuland betritt. Und dann waren wir überrascht: Volles Haus! Großartig! Ab dafür. „Rammlied“, „Links“, „Waidmannsheil“, nicht nur aus aktuellem Anlass „Halleluja“ undsoweiterundsofort. Voll auf die Rübe bis „Ich Will“.
Verschnaufen.
Warm auch da drin.
Puuh.
Zugabe mit „Bück Dich“, dann die Kutterfahrt bei „Haifisch“ und das Finale mit „Du Hast.“
Abmarsch.
Hinsetzen.
Warm immer noch.
Puuuuh.
Zugabe, Zugabe!
Na gut.
Aber nur noch eins.
„Engel“.
Feierabend.

DANKE DUISBURG!!! Ihr habt uns warm und wild empfangen. Mehr kann man sich bei einem ersten Besuch nicht wünschen. Sogar die Büsche und Bäume waren wesentlich grüner als bei uns im hohen Norden. Echt wahr.

Unser Dank geht außerdem an unsere fleißigen Bienchen Sabienchen, Julian, Basti und Säule, die gewohnt kompotent eine dolle, dolle Show auf die Beinchen gestellt haben. Darüber hinaus danken wir Jörg, der die schwierige Aufgabe hatte, Ruud am Lichtpult so gut es eben geht, zu ersetzen. Großer Sport! Ein weiterer Dank geht an die Fotografen Stefan Kerkeling (www.high-fives.de), Suzanne Smaling (www.rockpics.nl) und Sina (www.diekunstimbild.de) für ihre Fotos, die ihr über den Link unten finden könnt.

Duisburg, es war schön bei euch und wir hoffen, dass wir noch einmal wiederkommen dürfen! Is ja auch nicht soweit...

Und immer dran denken: Vor der Show ist nach der Show. Oder so.

Eure FEUERENGEL

c) Farp

Fotos Fotos und noch mehr Fotos

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19/04/10
Nichts ist doofer als Hannover

Stimmt gar nicht. Zumindest nicht, wenn die Fireangels in town sind. Nachdem wir beim ersten Mal mit einer Schar Anhänger im Proberaum gerockt und beim zweiten Mal mit noch mehr Anhängern das Padam in Riepe leer getrunken haben, wollten wir dieses Mal komplett auf Musi verzichten und einfach nur quatschen. Die „Kleine Freiheit“ in Hannover bot uns und denen aus dem Lieber-Reigen-Forum, die verrückt genug waren, sich anzumelden, für diesen denkwürdigen Abend eine Heimstatt.

Holger konnte leider nicht mitkommen. Er war übers Wochenende in Tibet zum Radfahren, ist mit dem Schnürsenkel im Pedal hängen geblieben und bekam den Knoten nicht mehr raus. Schade. Aber dafür grüßte unser Bassmann von der Leinwand. Live-Schalte? Nee, ganz anders. Wir haben im Februar auf unserem Schweiz-Trip wildestens videogefilmt, Horst hat das Gedöns dann dankenswerterweise in eine formidable Form gebracht und so gab es für alle Anwesenden exklusiv den heißen Streifen „Making of a mal so richtig knackige Tributeshow“ zu sehen. Wird nie ins Kino kommen und auch nicht auf DVD erscheinen. Einmal und nie wieder. So ist das bei uns.

Das war schön. Aber viel schöner war, dass wir endlich einmal etwas mehr Zeit hatten, zu quatschen. Wir waren übrigens ziemlich platt, als sich so nach und nach herausstellte, von wo aus ihr alle so angereist seid! Der Preis für die weiteste Anreise geht dabei wahrscheinlich an Jörg und Carl, wobei Flensburg auch nicht übel ist. Sangerhausen, Sottrum, Sauerland meine Fresse, wir fühlen uns wirklich geehrt, dass ihr euch das Wochenende um die Ohren geschlagen habt, um mit uns mal ein bisschen zusammen zu sitzen.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz ganz herzlich bei allen bedanken, die da waren und vor allem GROSSERTROMMELWIRBELMITALLEMDRUMUNDDRAN danke wir Anja aus Hannover, die sich um die Location gekümmert hat und natürlich Gabi, die unser heiß geliebtes Forum betreut. Ein weiterer Dank geht an Sandra und Dirk für die Anschlussfeier!

Wir hatten Spaß und hoffen, dass euch ebenfalls gefallen hat. Wir sehen uns hoffentlich bald bei unseren Shows und – wer weiß – vielleicht irgendwann noch mal in einer schummerigen Kneipe mit lecker Gezapftem auf dem Tisch...

Hier gibt’s noch ein paar Fotos.

Eure FEUERENGEL

c) Farp

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14/04/10
X-oph zum Lesen

Unser Schlagwerker X-oph hat der Schlagwerker-Zeitschrift "Sticks" ein Interview gegeben. Wer wissen will, wo sich X-oph rumtreibt, wenn er nicht mit FEUERENGEL unterwegs ist, warum er bei Harald Schmidt war und welche Trommeln er im Einzelnen verprügelt, kann das hier nachlesen.

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23/03/10
Eingeschneit in Lüdenscheid

Wir hatten die besten Erinnerungen an Lüdenscheid. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir im Juni 2005 das Nachtflug Open Air gerockt. Und jetzt das! Als wir unser Gerümpel in der Schützenhalle aufgebaut hatten, fuhren wir ins Hotel um zu essen und ein wenig zu relaxen. Zwei Stunden später wurden wir über den roten Teppich aus dem Hotel geführt und – standen mitten in einer Schneelawine. Na ja, nicht ganz, aber 15 Zentimeter Schnee waren in jenen zwei Stunden ganz sicher gefallen.

Hurra.

So schaufelten wir dann unsere Fahrzeuge frei und machten uns auf den Weg. Der Haken: Das Hotel liegt auf einer für uns Flachlandtiroler durchaus Berg zu nennenden Anhöhe. Die Schützenhalle auch. Und dazwischen liegt ein Tal. Runter ging ja noch. Aber als wir den Berg zur Location rauf wollten, war ziemlich schnell Schicht im Schacht. Zwei Autos blieben lieber gleich unten, den Bus haben wir aber hochbekommen. Mit Schieben.

Hurra.

Ein einziger Teil der Band saß am Steuer und der große Rest im Kofferraum, um Gewicht auf die Hinterachse zu bringen (Heckantrieb!). War auch genug Ballast da, so dass wir es verschmerzen konnten, dass Daniel den Anschluss verlor und die Besteigung größtenteils zu Fuß vornehmen musste. In der Halle spielten derweil die Toten Ärzte, so dass den rund 1000 Besuchern die Zeit nicht zu lang wurde. Irgendwann tauchte dann auch der Rest der Mannschaft, der sich zu Fuß durch die Schneewehen kämpfen musste, auf. Schnell rein in die Klamotten und als wir schließlich auf der Bühne standen, wurden wir für die Strapazen mehr als entschädigt.

DANKE LÜDENSCHEID!!! Das war ein fettes fettes Konzert! Wir hatten jedenfalls einen Mordsspaß und es roch so, nee, es sah so aus, als hättet ihr den auch gehabt.

Wir danken Jürgen Wigginghaus und Andreas Schulte, die verrückt genug waren, uns zu buchen und uns super betreut haben. Darüber hinaus gilt unser Dank der Local Crew und natürlich unseren Blödmannsgehilfen Lampie, Ruud, Casjan, Säule („Geil, n Waldbrand!“), Julian und Basti. Der deutsche Teil der Crew lief dank des tapferen Schneiderleins Julian erstmals in neuer Verpackung auf. Inzwischen sehen die Pfeifen besser aus als die Band... Na ja, zum Teil auch kein Wunder, sind ja auch zu einem Sechstel nur alte Säcke. Ein spezieller Dank geht an Uwe, der wieder einmal ganz souverän unseren Lkw durch die Republik kutschiert hat. Zu guter Letzt danken wir Sven-Oliver Rüsche für seine Fotos. Grüße gehen an Suzanne und Madelon, die extra aus unserer Kolonie Holland angereist waren.

Wer nicht dabei war, soll noch erfahren, wie die Show war:
Super.
Reicht nicht?
Na dann: Das Set war ein knalliges Best Of-Rammstein von ganz früher, bis eben gerade, das Publikum war großartig, die Pyros, die Säule übrigens in einer Kiste transportiert, in der mal Gaffa lag, dass in den 70ern beinahe mit irgendeiner Band auf Tour gegangen wäre, waren wieder einmal a-t-e-m-b-e-r-a-u-b-e-n-d und auch sonst war es ganz schön. Der Kapellmeister hat sogar eine Schneeballschlacht auf der Bühne angezettelt.

Sicher ist: Wir würden gern wiederkommen!

Im Sommer.

Denn was nach dem Konzert folgte, war noch schlimmer als das, was vorher war. Den Lkw ließen wir lieber gleich an der Schützenhalle stehen, der Bus der drei lustigen fünf Holländer schaffte es bis ins Tal, wo dann auch die Stretch-Limo, in der Holger und der Kapellmeister reisten, verblieb. Einzig der Bus schaffte es dank X-oph „Walter Röhrl is alive!“ Rosenplänter bis hoch zum Hotel. Dort haben wir die ersten Pfeifen abgesetzt und dann machte ich mich mit X-oph wieder auf den Weg nach unten, um die Gestrandeten aufzusammeln. Als kleine schwarze Punkte kämpfte sich der deutsch-holländische Erkundungstrupp durch die Schneewand. Die letzten Meter absolvierten die Holländer sogar rennend und mit Bier in der Hand, was wieder einmal zeigt, wer die wirklich harten Jungs sind. Aber immerhin: Der Kapellmeister erschien freudestrahlend auf dem Gipfel, denn er hatte während seiner ersten Bergbesteigung krampfhaft zwei Puddingschnecken gegen wilde Tiere, widrige Wetterbdingungen und gefräßige Kollegen verteidigt. Hut ab.

Am nächsten Tag sollten wir zeitig in Kell am See (nahe Trier) sein. Lampies Meinung: „Das schaffen wir nie.“

Oder doch?

Lest selbst.

Hier gibt’s erstmal Fotos aus Lüdenscheid.

Wo ist eigentlich Julian?


Markus auf Abwegen

Highway To Kell heißt das kuschelige Beisammensein im schönen Kell am See, wo wir nach 2007 und 2008 zum dritten Mal aus- äh auftreten durften. Rund 1200 Verrückte treffen sich einmal jährlich in der örtlichen Veranstaltungslokalität, um mal so richtig gepflegt durchzudrehen. Und wir wieder dabei. Jibbie!

Tags zuvor waren wir in Lüdenscheid eingeschneit und unser niederländischer Berufsoptimist Lampie meinte, wir würden es nie bis nach Kell schaffen. Wäre sein grauer Bomber nicht vorbildlich mit einem Ersatzreifen ausgestattet gewesen, hätte das auch durchaus sein können. Der Lampie hatte sich nämlich in Lüdenscheid beim Versuch auf einer Steigung sein Auto aus einer Schneewehe auszuparken, die Felge ruiniert und musste einen unplanmäßigen Boxenstopp einlegen.

Dennoch: Irgendwann waren wir in Kell. Das Orga-Team, das am Abend zuvor bereits eine fette Party auf die Beine gestellt hatte, war wie immer gut drauf, unser Trucker Uwe war schon da, der Aufbau verlief reibungslos – ach, wenn es doch immer so wäre...

Wir hatten sogar Zeit, in unserer vorzüglichen Unterkunft (www.hotel-fronhof.de) fürstlich zu schlemmen und im Anschluss unsere hohlen Rüben für ein flüchtiges Nickerchen auf frisch gerupfte Daunen zu betten. Herrlisch.

Zurück in der Halle waren die Metallica-Tribute-Fachleute von Moretallica bereits bei der Arbeit. Großes Kino. Beim Hineinschlüpfen in die vom Vortag klebrigen und merkwürdig duftenden Klamotten ließ sich der ein oder andere Song vortrefflich mitgröhlen. Schnell noch ein Apfelmännchen gebaut und los ging’s. Es ist immer wieder erstaunlich wie viele Menschen zum Highway To Kell kommen und vor allem, dass die auch alle in die Halle reinpassen. Toll. Wir haben dann jedenfalls mal schön Gas gegeben und auch nicht wieder aufgehört. Erstmal. Die volle Breitseite von Herzeleid bis Lifad. Bei „Haifisch“ wurde dann unser Boot zu Wasser gelassen und schnell war ein nicht ganz freiwilliger Freiwilliger ausgemacht. Markus, unser Kontaktmann aus dem Orga-Team, hatte zwei Fehler gemacht. Zum einen scherzte er nachmittags, er könne ja mal Boot fahren. Zum anderen stand er bei „Haifisch“ an der Seite der Bühne, also in Reichweite. Dumm gelaufen. Ab ging die ReiseReise und was dann passierte, kann eigentlich nicht angehen.

Zwei Mal ist das blöde Boot in all den Jahren gekentert. BEIDE MALE IN KELL!!!

Sorry, Markus, wir haben damit nichts zu tun! Wirklich nicht. Wir kennen den Komiker nicht, der das lustig fand... Gott sei Dank hat Markus seinen Abgang heil überstanden.

Und wir das Konzert. Obwohl „Pussy“ losrödelte als es das nicht sollte. Und obwohl plötzlich Schnee von der Decke fiel und wir ansonsten wieder einmal kurz vorm hitzebedingten Kollaps standen. In dem Zusammenhang hat es mich wieder einmal amüsiert, dass in der Halle auf ein striktes Rauchverbot geachtet wurde, während wir dermaßen die Luft verpestet haben, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte...

Egal, am Ende war es wieder ein rauschendes Fest und wir wankten glücklich, zufrieden und völlig ausgepowert in unsere überfüllte Garderobe.

DANKE KELL! Danke an das Orga-Team, Danke an die lokalen Helfer, Danke an unsere vier lustigen drei holländischen Lustknaben, Danke an unsere Crewdarsteller Säule, Julian und Basti, Danke an Nadine, die nicht mit war, dafür, dass ich aufgrund ihrer Abwesenheit nicht vergessen kann, ihr zu danken, Danke an Uwe, Danke an uns, Danke Mama, ...

Einfach Danke. Schön war’s und wer weiß, vielleicht dürfen wir ja irgendwann noch mal wiederkommen. Dann können wir wieder auf den Balkönnern unserer Zimmer sitzen und den Blick über den malerischen See schweifen lassen. Wir können backstage Süßigkeiten essen bis wir platzen, Mikroständer zerlegen, Pärchen beim gemeinsamen Abreihern zusehen, ein Sechstel der Band beim elefantösen Schnarchen filmen, in kurzen Hosen durch den Schnee laufen, Witze über Dinge machen, die in den Achtzigern fast mal mit Howard Carpendale auf Tour waren und und und.

Wir freuen uns drauf.

Bis dahin:

Eure FEUERENGEL

c) Farp

Hier gibt’s Fotos.

Und hier die Fotos auf der offiziellen Highway To Kell-Seite.

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11/03/10
Gott weiß, wir wollen Schweizer sein

Wie kann man gegen solch nette Menschen wie die Schweizer bloß ein Wirtschaftsembargo verhängen? Gaddafi war wahrscheinlich nie im Z7 in Pratteln. Wir dafür schon zum zweiten Mal. Und es waren noch einmal 200 Leute mehr da als 2009. Knapp 1000 Verrückte kamen am 27. Februar in eine der großartigsten Locations, in denen wir je gespielt haben.

Danke!

Wir hatten für unseren Auftakt 2010 aber auch amtlich aufgefahren. Unter anderem gab es eine brandneue Kulisse. X-oph thront jetzt in gefühlten siebeneinhalb Metern Höhe auf unserer neuen Würstchenbude, durch die der Kapellmeister majestätisch raus- und rein- und manchmal auch rein- und wieder rausschreitet. Viele werden sich fragen, wie das Räumchen wohl von innen aussieht. Ich verrat’s euch. An einer Seite, direkt unterm Kronleuchter steht eine gut ausgestattete Bar nebst Barkeeper, der in gitarrenlosen Strophen fix die ein oder andere Erfrischung zusammenmixt. Mit Strohhalm und Schirmchen natürlich. Auf der anderen Seite befinden sich mehrere Massageliegen, an denen fachkundiges Personal auf schlaffe Musikerleiber wartet. Dann noch des Kappelmeisters Sauerstoffzelt, eine kleine Bibliothek, eine Waschmaschine und ein Schuhputzer, der des Scheffs Stiefel nach jedem Song einmal kurz überpoliert. Für Säule gibt es noch sieben Fernseher, für Basti ein Koffer-Schließfach und für Julian eine Hängematte. Außerdem parkt Uwe unter unserem neuen Drum-Podest den Lkw, damit wir es nachher beim Einladen nicht so weit haben. Aber nicht nur dieser kleine Palast der dringend nötigen Annehmlichkeiten ist neu, auch der Rest der Kulissen wurde überarbeitet, leuchtende Kreuze lenken von unseren hässlichen Visagen ab und vor allem: Wir haben schon wieder neue Songs am Start.

Pratteln hat unter anderem den Vorteil, dass es im Ausland liegt. Also von uns aus gesehen. Deshalb durften wir dort den in Deutschland indizierten Song „Ich tu dir weh“ spielen. Und die Schweizer fanden’s toll. Ein weiterer Neuzugang: „Waidmanns Heil“. Auch toll. Darüber hinaus gab es wie immer ein fettes Best Of-Programm von „Herzeleid“ bis „Lifad“. Schweißtreibende Angelegeheit, nicht zuletzt wegen der ausufernden Pyro-Show. Bei „Haifisch“ saß dann noch Andy aus Münchenstein, der an diesem Tag seinen 23. Geburtstag feierte, in unserem TÜV-geprüften Gummikutter und am Ende gab’s „Engel“ im Flammmeninferno. Dann noch Autogramme und nette Gespräche im Bühnengraben und nach satten zwei Stunden war’s vorbei. Schade. Aber schön war’s!

Und fast wäre all das gar nicht gewesen. Denn nachdem sich Band und Crew morgens überpünktlich am Hamburger Flughafen getroffen hatten, Stefan ohne Messer in den Flieger gelassen wurde, wir vom Flughafen Basel nach Pratteln geschafft wurden und das erste Catering genossen hatten, meldete sich unser Trucker Uwe, der in einer nicht enden wollenden Lkw-Schlange an der Grenze fest hing. Und die Grenzer waren kurz vor Feierabend. Flugs wurden der Zoll, die deutsche Botschaft und der Papst kontaktiert, um Uwe und unseren Habseligkeiten eine problemlose Weiterfahrt zu ermöglichen.

Schwein gehabt.

Im Z7 wurden wir wie zuvor von einer äußerst kompetenten und zuvorkommenden Crew empfangen. Solche Leute findet man nur ganz selten. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an die Crew vor Ort!!! Durch die hilfsbereiten Menschen (und das erneut spitzenmäßige Catering) wurden die Aufbauarbeiten zum Kinderspiel. Unser Lichtgott Ruud, der eigens mit seiner Familie aus den Niederlanden eingeflogen war, konnte sich mit der nach seinen Wünschen gestalteten Lichtanlage austoben, unser Trouble-Booster Stefan freute sich über erstklassiges Equipment, Renate hatte alle Glocken an, Horst stellte einen neuen Tweed-Rekord auf unserer Twitter-Seite auf – ach, es war die reine Wonne...

An dieser Stelle möchten wir allen danken, die zum Gelingen dieser wirklich außergewöhnlichen Show beigetragen haben.

Wir danken:
In erster Linie euch, die ihr gekommen seid und eine geile Stimmung gemacht habt. Ihr wart super! Darüber hinaus Ruud für fantastisches Licht, Stefan für einen fetten Sound, Säule für die Pyro-Show, Julian und Basti für all das, was sonst keiner kann und wofür keiner Zeit hat, Nadine für Für, Uwe für den Horrortrip mit dem Lkw, Ossy für die Zollgeschichte und zu guter Letzt Norbert und Karin und allen Mitarbeitern des Z7, bei denen wir uns wieder einmal hervorragend aufgehoben gefühlt haben. Danke!!! Für die zwei Monate dauernden Arbeiten an unseren neuen Kulissen möchten wir uns bei dieser Gelegenheit beim Kapellmeister, Holger, Selle, Peter, Nina, Christopher und der Firma Molton-24.de bedanken!!!

Weiter im Text: Nach der Show profitierten wir wieder davon, dass der Lkw bequem in die Halle gefahren werden kann. Und davon, dass das Hotel direkt um die Ecke liegt. Gute Nacht.

Am nächsten Morgen schickten wir Uwe mit dem Gerümpel-Bomber auf die Reise. In zwei Etappen brachte uns Karin zum Flughafen. Als der erste Teil der ReiseReise-Gruppe bereits im mit laufendem Motor wartenden Bus saß, fragte Julian am Hotelzimmerfenster stehend, ob wir jetzt losfahren würden. „Nein, wir sitzen hier nur rum. Wir wollten noch nen Kuchen backen.“ Danke Säule. Fantastisch.

Flughäfen sind übrigens wahnsinnig langweilig. Unglaublich langweilig. Normalerweise setzen wir im Duty Free-Shop umgehend unsere gesamte Gage in Alkohol und Zigarren um. Der Duty Free-Shop im Baseler (oder heißt es Basler? Ach nee, das war der Fußballer...) Flughafen ist allerdings dermaßen teuer, dass wir uns nicht mal einen winzigen Schokoladen-Osterhasen, der zum Spottpreis von 8,40 Euro zu haben war, leisten konnten. Dafür ging an diesem Nachmittag Säules größter Wunsch in Erfüllung: Gleich zwei Haribo GoldbAIR-Flieger bekam er zu sehen. Wahnsinn. Außerdem wurden wir darüber informiert, dass unbeabsichtigtes Gebäck umgehend vernicht wird.

Wir schicken liebe Grüße in die Schweiz! Nochmals vielen Dank für die Gastfreundschaft und sorry für die Nummer mit der Steuerdaten-CD... Wir werden Angie mal auf den Pott setzen. Wir hoffen, dass wir noch einmal wiederkommen dürfen!!!

Eure FEUERENGEL

c) Farp

Das letzte Wort sollte eigentlich Stefan haben, der den Grad der Verblödung mit der Äußerung „Ich hab den mir möglichen Denkbereich vor zwei Sätzen verlassen“ auf ein neues Niveau hob. Doch wieder einmal kommen die letzten Worte von Säule, aus dem zwar die Berufung sprach, der aber gleichzeitig das Niveau auf ein neues Tief beförderte. Als wir vom Flughafen abhoben und ich mit Blick auf die malerisch dahin fließende Landschaft bemerkte: „Sieht ja schon geil aus“, entgegnete unser Pyromane: „Würde noch geiler aussehen, wenn’s brennen würde.“ Oh mein Gott.

Fotos

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17/01/10
Das Finale

Es ist schon fast Tradition: Das letzte Konzert des Jahres steigt in Schwerin. In die Halle am Fernsehturm ist die Feuerwehr eingezogen (wie passend), deshalb waren wir zum ersten Mal in der Sport- und Kongresshalle zu Gast. Eine großartige Kulisse... Viel großartiger wurde sie, als die Bühne stand, die fleißige Helferlein über Nacht mit ihrer eigenen Hände Arbeit zusammengehäkelt haben. Dafür danke. Überhaupt gilt es, vielen Menschen zu danken, die dieses Konzert zu etwas Besonderem gemacht haben. Später. Jetzt noch nicht.

Wir waren leider etwas spät. Kein Wunder, hatte es doch geschneit. Außerdem musste Herr Horstmann noch bei IKEA Weihnachtsgeschenke einkaufen. Um die globale Erwärmung effektiv voran zu treiben, sind wir vorsichtshalber alle einzeln angereist und dementsprechend auch angekommen. Also einzeln. Und es wurden immer mehr Bekloppte – teils mit, teils ohne Funktion – die den winzigen, etwa 17.000 Quadratmeter kleinen Backstagebereich bevölkerten. Viele der Helferlein hatten wir lange nicht gesehen, andere dafür viel zu oft. Äh. Stefan am Front-Pult, ein leicht zersauster Ruud am Licht-Pult, ein ebenfalls nicht gerade ausgeschlafener CJ, der eine lustige Überraschungskiste angerichtet hatte, am Monitor-Pult, Säule, Axel-Felix, Benny, Basti („Ich hab noch einen Koffer in Schwerin“...), BuzzD, Tommy, Julian, Annika, hier, sach, na, äh, hier, Dings, Mann, äh, sach schnell, äh, richtig, das Nadinsche und sogar der hässliche Graf Etepetete wollten für eine fette Show sorgen. Die einen durch Tatkraft, der andere nur durch Körperumfang. Immerhin. Euch allen haben wir am nächsten Morgen vor dem Hotel ein riesiges DANKESCHÖN in den Schnee gepinkelt. Ehrlich. Vielen vielen Dank! Es war ein Riesen Spaß, euch dabei zu haben. Ein weiteres Danke geht an Wölk Event Service und ein ganz spezielles an Lampie, denn auch die Absicht zählt!

Mit einer solch geballten Ladung Kompetenz konnte nix mehr schief gehen. Und so kam es. Erstmal das Publikum. Dann die Nervosität. Würde es voll werden? Bald war klar: würde es. Die Halle war gut gefüllt, als Longed For Fusion die Bühne betraten, um euch ein wenig einzustimmen. Und dann: „Wer wartet mit Besonnenheit...“ Wir hatten unsere Pyro-Anlage kräftig erweitert, um die Bühne standesgemäß zum Lodern zu bringen und auch das Licht war so fett, dass der Stromverbrauch in Schwerin an jenem Abend auf das Doppelte vom Normalen anschwoll. Toll. Und es gab lang und satt... Alle Hits, jede Menge Geballer, Flammen und Funken, Hitze, ein Konfettiregen, der zu unserer aller Überraschung auf die Bühne geblasen wurde und erst danach ins Publikum, sowie jede Menge Gejubel, Geklatsche und Gebrüll eurerseits. Großartig! Der Gänsehautmoment war definitiv „Ich Will“, als bis zum Ende der Halle Hände in die Luft gereckt wurden.

HAMMER!!

Schwerin, das war ein sensationeller Jahresabschluss. Wir haben viele bekannte Gesichter gesehen und noch viel mehr unbekannte und euch allen möchten wir sagen: Ihr seid die Größten! Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder kommen dürfen!

Bis dahin!

Eure FEUERENGEL

Das letzte Wort hat der wie wild auf seinem Ei-Fön rumtippende Säule: „Mann, lass mich in Ruhe, ich mach hier Büro.“

Und das allerletzte ist, nee, HAT der Graf Etepetete: „Wollt ihr wissen, was ich von diesem Weichnachtsmann halte?“ Tja, das bleibt ein Geheimnis.

Und hier gibt’s massenhaft geile Fotos.

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08/01/10
Von Brandblasen und Schminkkästen

Von der Brutalo-Ästhetik, Stahlarbeitern und etwas in der Ecke: Zwölf Stunden Feuerengel und zwar Backstage - Ein Bericht von Pascal Faltermann

Es gibt Momente, die Schreiber nicht so richtig fassen können. Eindrücke, Augenblicke, Situationen – Dinge, die nicht einfach in Worte zu packen sind. Ein Flair, ein Gefühl, das schwer verständlich zu machen ist und dennoch geschrieben werden will. Viel zu häufig genannte, abgedroschene Worte wie Liebe, Sehnsucht, Zusammenhalt und Freundschaft reichen dafür nicht aus. Auch Bilder wie Tränen in den Augen, Schweiß auf der Stirn oder die berühmte Gänsehaut – scheiß drauf. Sie bringen es nicht. Und dennoch der Versuch, zu beschreiben, warum eine Rammstein-Coverband, eine Gruppe Musiker, die etwas macht, was es schon gibt, was auch andere kopieren, was dennoch 900 Menschen begeistert. Irgendwo zwischen Brandblasen und Schminkkasten, zwischen Provokation und Schulterklopfern, hinterm Backstageraum links, ganz unten in der Ecke – da auf dem Boden liegt etwas. Dieses Gefühl, dass die Gemeinschaft der Feuerengel ausmacht.

Ein halber Tag. Zwölf Stunden. 720 Minuten. 43200 Sekunden. Von und mit Feuerengel. Ganz dicht dran. Auch dann wenn es nervt. Gegen Mittag beginnen die ersten Vorbereitungen. Gegen 15 Uhr sind die ersten Bandmitglieder am Bremer Aladin. Am Hintereingang wird der Lastkraftwagen ausgeladen. Pyrotechniker, Musiker, und Veranstalter wuseln im Bereich hinter der Bühne durcheinander. Hier die Kisten mit den Einzelteilen des Schlagzeuges. Dort die präparierten Mikrophonständer oder der Lykopodium-Tank für den Handflammenwerfer. Es entsteht ein Gefühl, wie stundenlanges Wühlen in alten, verranzten Kisten auf dem Dachboden oder im Keller und dann plötzlich ist es da: Das richtige Kabel. Der richtige Stecker. Was aussieht wie ein Ameisenhaufen hat ein klares System. Die Gitarristen Daniel Behrmann und Florian Arp schleppen ihre Gitarren auf die Bühne. Packen sie aus, schließen sie an, stellen sie in den Ständer. Die Gelassenheit in Person ist Bassist Holger Sommer. Es scheint, als könne ihn nichts aus der Ruhe bringen. Florian Arp geht stattdessen erst einmal Rauchen. „Nein, keine Filterzigarette. Ich rauche mein Biokraut“, schlägt er das Angebot einer Marlboro-Kippe aus. Nebenbei verrät er, dass er sich eine neue Kamera zugelegt hat. Die Canon 7 D.

Sänger Boris ist Mister Busy-Man. Ständig das Handy am Ohr, in Gespräche mit dem Veranstalter verwickelt und ununterbrochen unterwegs. Noch gute fünf Stunden bis zum Auftritt. Im Aladin hält sich keiner auf, der hier nicht auch arbeitet. Christoph von Fintel und das Team der Pyrotechniker, klettert auf der Bühne herum, steigt auf die Traverse, verlegt Kabel. Drummer Christoph Rosenplänter legt einen Teppich auf die ersten Buhnenaufbauten. Darauf ist genau aufgezeichnet, welches Teil des Schlagzeuges, wo positioniert werden muss. Keyboarder Thorsten Heintzsch sucht Batterien. Nein, auch Holger Sommer hat keine. Er bastelt lieber weiter an der Verkabelung seiner Ohrstöpsel, die im Bassgurt verlegt sind. Wenig später will Heintzsch die Batterien dann entsorgen. Selbstverständlich nicht in den normalen Müll. „So ein Laden muss doch Sondermüll haben“, ist Heintzsch als fast Bandältester mal so richtig Vorbild. Und wie sollte es anders sein: Boris Delic huscht schnell über die Bühne, verteilt Setlisten und ist schon wieder weg. Noch vier Stunden bis zum Konzert.

Das Bühnenbild hat sich im Vergleich zu anderen Feuerengel-Konzerten verändert. Sommer und Delic haben neue Kulissen gebaut. Handarbeit versteht sich. Um die Mikrophonständer, die später vor den beiden Gitarristen brennen sollen, kommt Plastikfolie. Warum auch immer. Das verstehen nur Pyrotechniker. Nach und nach wird es stressiger. Das ist zu spüren. Noch drei Stunden bis zum Konzert.

Zwei Herren der Feuerwehr Bremen tauchen auf. Muss ja alles seine Richtigkeit haben, wenn die Pyroshow der Feuerengel das Aladin abfackeln soll. Von Fintel ist der Hauptansprechpartner. Es muss einiges erklärt und geklärt werden. Auch was die Feuermacher genau mit welchen Flüssigkeiten vorhaben. Was aus dem Magnesium-Mehl- Gemisch entstehen soll, der Handflammenwerfer mal ein Feuerlöscher war oder Keyborder Heintzsch später in den Kochtopf soll. Alle Bandmitglieder wissen nur zu gut, dass sie ein Rezept aufkochen, dass Rammstein selbst immer und immer wieder auf den Herd setzte. Was die Musik angeht, aber auch die Feuer- und Pyroshow. Aber sie wissen auch, dass es nur ganz wenige gibt, die zusammen alles hinbekommen. Ein Team, in dem sich alle aufeinander verlassen müssen. Denn wer will schon eine Stichflamme im Gesicht, Brandblasen am ganzen Körper oder den Gestank von verbrannten Haaren in der Nase haben. Die beiden Bremer Brandschützer lassen sich den Handflammenwerfer noch einmal praktisch vorführen. Ist da etwa der Funke auf die Feuerwehrmänner übergesprungen? Die Faszination für Flammen teilen Musiker und Brandschützer auf jeden Fall. Noch zwei Stunden bis zum Konzert.

Der Soundcheck steht an. Alle Mann auf die Bühne. Schön die In-Ear-Empfängern einstöpseln. Die Instrumente zur Hand nehmen. In Position gehen. Bassist Sommer wirkt etwas gelangweilt. Doch dann kommt was Neues. Der Song „Haifisch“ wird zum ersten Mal gemeinsam geprobt. Er soll in Bremen seine Uraufführung erfahren. Da ist dann auch der Mann am Bass wieder ganz in seinem Element. Der gestresst wirkende Boris Delic wird auch munter. Es schein einiges von ihm abzufallen. Spätestens als die Pyrotechniker sich anfangen zwischen den Musikanten gegenseitig zu kloppen, haben alle ihren Spaß. Mal so richtig fein Rumalbern. Zwischendurch auch mal ein bisschen Jazz. Auch das gehört dazu. Das verbindet. Es scheint, als ob jeder in diesem Moment weiß, wofür er geübt, geschleppt, gearbeitet und gerackert hat.

Danach: Runter von den Bühnenbrettern. Timo begrüßen, der durch den 1000. Gästebucheinträg ein Meet and Greet gewonnen hat. Mittlerweile ist auch die erste Freundin gekommen. Weitere Verwandte treffen ein. Timo darf mit auf die Bühne. In den Backstageraum. Dann Foto mit den Herren. Und eine Fanta. Nicht mal mehr eine Stunde bis zum Auftritt. Das Aladin füllt sich langsam aber sicher. Auch auf der Empore versammeln sich die Leute. Sänger Delic betont: „Das war vorher aber anders abgesprochen. Für oben haben wir den Ton gar nicht ausgerichtet.“

Es folgt die große Verwandlung: Von den lieben, freundlichen Männer von Nebenan werden nun die Prolls mit allerfeinstem Sextouristen-Englisch. Nicht zu vergessen, das Fleischgewehr soll geschwungen werden. Florian Arp lackiert sich die Fingernägel. Nicht alle. Der Zeigefinger der rechten Hand wird ausgespart. Sonst hängt der Lack später an der Gitarre. Aus Daniel Behrmann wird nun der typische Stahlarbeiter mit Brutalo-Ästhetik und feuerverrußtem Angesicht. Die Haare werden schwarz gefärbt. Arp schimpft: „Die Scheiße muss ich nachher wieder abbekommen.“ Boris Delic trägt schon mal die neue rote Schlachterschürze ein. Ein bisschen Kunstblut tut sein Übriges. Ein optische Inferno, denn vor allem die heiße Bühnenshow muss die größtmögliche Authentizität vorweisen. Dafür zieht Christoph Rosenplänter auch schwarze, viel zu kurze Netzstrümpfe mit Löchern an und merkt an: „Die findet man in meiner Beinlänge nicht.“ Noch zehn Minuten bis zur Stagetime. Mittlerweile ist das Aladin proppevoll. Auch im oberen Bereich ist kaum noch Platz.

Der obligatorische Schnaps vor dem Auftritt ist das Startzeichen. Das Adrenalin steigt. Die Konzentration ebenfalls. Und dann: Raus. Rauf auf die Bühne. Musik.

Zwei Stunden später. Nach vier Zugaben will von den Zuschauern immer noch niemand gehen. Die Feuerengel haben sich schon mehrfach bedankt, verbeugt und dem Publikum applaudiert. Und auch wenn da „nur“ eine Coverband auf der Bühne steht, jeder einzelne im Raum will mehr. Aus 900 Kehlen kommt die Forderung nach einer weiteren Zugabe. Mehr, immer mehr. Die Bandmitglieder schütteln mit dem Kopf. Winken ab. Sie wollen von der Bühne. Nach „Engel“ sollte Schluss sein. Und dann doch: Feuerengel schenken Bremen „Ohne Dich“.

Noch vollkommen euphorisiert wird Backstage etwas gegessen. Schnell ein Stück Pizza, ein belegtes Brötchen. Und dann wieder raus an den Merchandise-Stand. Autogramme geben. Sich mit den Fans unterhalten. Den Puls runter fahren. Die nächste Anstrengung wartet. Die Pyrotechniker sind schon dabei, die ersten Sachen abzubauen. Während die Musiker noch in den Armen ihrer Anhänger liegen und Fotos von sich machen lassen, gehen die Blicke zurück auf die Bühne. Instrumente, Mikrophone, Kabel, Kisten und Kulissen müssen wieder in den Lastkraftwagen gepackt werden. Jeder hat auch in diesem Fall seine Aufgabe zu erledigen, muss seinen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Nur so funktioniert es. Denn in dieser einen Ecke, hinterm Backstageraum links auf dem Boden, da liegt etwas. Was auch immer, es ist etwas, das verbindet.

c) Pascal Faltermann

Backstage-Fotos von Pascal Faltermann gibt’s hier.

Den Originalbericht findet ihr hier.

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05/01/10
Säule! Neues Hemd?

Detlef aus Wolfburg schreibt in unserem Gästebuch: „Euer Konzert im Pumpwerk hat mir besser gefallen als Rammstein in Leipzig. Danke für den tollen Abend.“ Vielen Dank für das Lob, wir können es nur zurückgeben. Ein dickes Dankeschön an das Publikum in Wilhelmshaven für einen – genau – tollen Abend!

Der Deichkind-Express ist extra etwas früher gestartet, weil wegen Schnee. So waren wir pünktlich und da wir bereits 948 Mal im Pumpwerk gespielt haben, konnten wir ganz entspannt aufbauen. Und mittendrin kommt Matthias Mineur, der uns in Whv regelmäßig betreut (Danke Matthias!), und sagt: „Wir sind ausverkauft.“ Yessssss!!!

Voll war es und warm war es und dann „Rammlied“ und Vollgas! Herrlich. Zwei Stunden auf die Mütze – ein geiles Konzert. Am Ende haben wir dann Timon im Schlauchboot auf die ReiseReise geschickt. Übrigens ohne zu wissen, dass er 2008 auch schon Boot gefahren ist. Hi hi. Und was dann kam, haben wir wirklich noch nie gesehen. Ihr habt Timon und unseren Gummikutter die Treppe hoch getragen, entgegen unserer Befürchtungen nicht übers Geländer und auch nicht aufs Mischpult geschubst sondern auf der anderen Seite der Tribüne wieder heil runter gebracht. Sensationell!!! Das war ganz großes Kino!

Mit „Engel“ ging schließlich ein verdammt geiles Konzert zu Ende. Fast jedenfalls. Denn am Merch-Stand hatten wir noch ausgiebig Gelegenheit zu quatschen. Wilhelmshaven, VIELEN DANK!

Und unser Dank wird außerdem folgenden Helfern, Pyrotechnikern, Licht- und Tonmenschen, Handtuchhaltern und Posterverkäufern auf ewig hinterher schleichen: Lampie, Ruud, Casjan, Julian, Basti, Benny D., Säule und Anja. Ohne euch wären wir nur Schmutz unter dem Fingernagel der Musikgeschichte. Ein Dank geht außerdem an Kristin und Basti, die nicht nur aus Schwerin angereist sind, sondern uns auch noch ein tolles Poster für den Proberaum mitgebracht haben.

Die gute Nachricht zum Schluss:
Am 3. Juli 2010 sind wir beim Wochenende an der Jade!

Und gleich noch eine gute Nachricht, die uns kürzlich erreichte:
Wir werden 2010 auch wieder im Pumpwerk sein. Details folgen.
Wir hoffen, euch alle wieder zu sehen!

Bis dahin.

Eure FEUERENGEL

P.S.: Warum hat Benny Simpson eigentlich „Two Tickets To Paradise“? Hat Säule ein neues Hemd? Und warum denkt Basti eigentlich nur an Pyrokisten, während andere über hübsche Frauen sprechen? Wie kann sich eigentlich ein Windschutzscheibendichtungsgummi lösen, wenn man die Lüftung aufdreht? Und gibt es das Wort Windschutzscheibendichtungsgummi überhaupt?

c) Farp

Fotos gibt’s hier.

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05/01/10
Nachschlag
Noch mehr Fotos unserer Show in Bremen. Und zwar genau hier. Unser Dank gilt Andreas Pöppe!

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05/01/10
Forum wieder online
Das Forum ist wieder am Start! Die Seite ist jetzt unter www.lieber-reigen.de zu erreichen. Wir danken Gabi und Eddi Z. für die Arbeit und Anja für ihren Moderatoren-Job und wünschen allen, die sich im Forum treffen, viel Spaß!

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02/01/10
Neue Booking-Agentur
Die Agentur Ev'Hands vertritt FEUERENGEL ab sofort in den Niederlanden. Wir freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit! Für den Rest der Welt ist nach wie vor die Agentur Twisted Talent zuständig.

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